
Das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU dominierte am 3. Juli die Schlagzeilen in der Luftfahrt, nachdem das Branchenportal Travel and Tour World von fünfstündigen Passagierwarteschlangen an Freizeitflughäfen wie Teneriffa Süd, Palma de Mallorca, Alicante und Málaga berichtete. Das im April eingeführte EES ersetzt die manuelle Passstempelung durch biometrische Registrierung aller Nicht-EU-Ankömmlinge. Fluggesellschaften, Flughäfen und der Branchenverband ACI Europe fordern gemeinsam von Brüssel, die vollständige Umsetzung bis nach der Sommerspitze zu verschieben. Ryanair berichtet, dass bereits Dutzende Passagiere Flüge verpasst haben, da unterbesetzte Grenzkontrollen die Menge an Fingerabdruck- und Gesichtsscans nicht bewältigen können. Das spanische Innenministerium hält die Personalplanung für „ausreichend“ und erwartet, dass die Wartezeiten sinken, sobald Vielflieger in der Datenbank erfasst sind. Dennoch befürchten Flughafenbetreiber wie Aena und regionale Tourismusverbände einen Imageschaden, gerade jetzt, wo Spanien einen weiteren Rekordsommer anstrebt. Geschäftsreisende sollten nicht-EU-Mitarbeitern empfehlen, mindestens drei Stunden vor Abflug an spanischen Flughäfen mit Verbindungen nach Großbritannien oder Langstreckenmärkten einzutreffen. Airlines passen die Mindestumsteigezeiten an, und einige, darunter Iberia Express, verzichten bei durch EES-Verzögerungen verpassten Anschlussflügen auf Umbuchungsgebühren. Unternehmen sollten zudem mit Kosten für Loungezugang oder Übernachtungen rechnen, wenn enge Anschlusszeiten im Reiseplan stehen.
Quelle: Travel and Tour World
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