
In der Woche, in der die Regierung bestätigte, dass 1,17 Millionen Menschen eine außerordentliche Regularisierung beantragt haben, hat die Partido Popular (PP) ihre mediale Offensive verstärkt und die Exekutive beschuldigt, eine „Wählerfabrik“ zu schaffen, wobei sie die Maßnahme bewusst mit dem sogenannten „Gesetz der Enkelkinder“ vermischt. Die Strategie besteht darin, die Erteilung von Aufenthaltsgenehmigungen für bereits ansässige Migranten mit der Möglichkeit der Staatsbürgerschaft für Nachkommen spanischer Auswanderer zu verknüpfen – zwei rechtlich völlig unterschiedliche Verfahren. Von Cadena SER befragte Experten warnen, dass diese Taktik Verwirrung stiften und die öffentliche Debatte anheizen soll, gerade jetzt, wo die Phase der Aktenbearbeitung beginnt und die Parteien sich auf den Wahlkampf für die Parlamentswahlen im November vorbereiten. Für Unternehmen, die auf ausländische Fachkräfte angewiesen sind – von Gastronomie und Landwirtschaft bis IT – erhöht die politische Unsicherheit den Druck auf ihre Personalplanung: Sie befürchten, dass ein Regierungswechsel Genehmigungen verzögern oder zusätzliche Anforderungen einführen könnte. Das Ministerium für Integration betont, dass die regulierten Antragsteller kein Wahlrecht erhalten und das Ziel darin besteht, die Schattenwirtschaft zu bekämpfen und Arbeitskräftedefizite zu decken. Verantwortliche für Unternehmensmobilität müssen die politische Rhetorik genau beobachten: Eine härtere anti-migrantische Haltung könnte strengere Arbeitsinspektionen oder regionale Einschränkungen nach sich ziehen, wie sie bereits einige Regionalregierungen erwägen. Derzeit gelten weiterhin die dreimonatigen Fristen zur Bearbeitung der Anträge, und die Regierung rechnet damit, die ersten Aufenthaltstitel vor Oktober auszustellen.
Quelle: Cadena SER