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Landesweiter Streik im Luftverkehr legt am 5. Juli den Reiseverkehr in ganz Italien lahm

Juli 6, 2026
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Landesweiter Streik im Luftverkehr legt am 5. Juli den Reiseverkehr in ganz Italien lahm
Italiens erstes großes Sommerferienwochenende wird von einem koordinierten Streiknetzwerk beeinträchtigt, das am Sonntag, den 5. Juli, um 00:01 Uhr begann und bis 23:59 Uhr andauert. Die Arbeitsniederlegungen betreffen nahezu alle Bereiche der Luftfahrtkette: Fluglotsen am Flughafen Mailand-Malpensa, Sicherheitskontrollen an den Flughäfen Rom-Fiumicino und Ciampino, Gepäckabfertigung in Catania, Boden- und Betankungspersonal an mehreren Flughäfen sowie Kabinenpersonal bei verschiedenen Fluggesellschaften. Die Gewerkschaften USB Lavoro Privato, Fast-Confsal, Filt-Cgil, Fit-Cisl, Uiltrasporti und ANPAC riefen zu den Streiks auf, um gegen schleppende Tarifverhandlungen und das, was sie als „Rekordgewinne bei gleichzeitig sinkenden Löhnen“ bezeichnen, zu protestieren. Das Personal von EasyJet beteiligt sich an einem separaten 24-stündigen Streik. Die italienische Luftfahrtbehörde ENAC bestätigte, dass die zwei gesetzlich geschützten Flugfenster (07:00–10:00 und 18:00–21:00 Uhr) weiterhin gelten, dennoch haben Fluggesellschaften vorsorglich Hunderte Flüge gestrichen oder umgebucht. Das ENAV-Flugverkehrskontrollzentrum am Flughafen Mailand-Malpensa warnte, dass auch Überflüge umgeleitet werden könnten, was zu Verzögerungen im gesamten europäischen Luftraum führen kann. Am Flughafen Rom-Fiumicino bildeten sich lange Warteschlangen an den Sicherheitskontrollen, da die Mitarbeiter von ADR Security zwischen 10:00 und 18:00 Uhr die Arbeit niederlegten. Fluggesellschaften wie EasyJet, Ryanair und ITA Airways haben gebührenfreie Umbuchungen aktiviert. Reisebüros raten Geschäftsreisenden, Meetings online abzuhalten oder über benachbarte Drehkreuze wie Zürich oder Wien umzuleiten. Nach der EU-Verordnung 261 müssen Passagiere bei Flugausfällen eine Umbuchung oder Erstattung erhalten, eine finanzielle Entschädigung entfällt jedoch, wenn der Grund ein Streik von „außerordentlichem“ Personal wie Fluglotsen ist. Manager für Geschäftsreisen beobachten die Lage genau, da bereits weitere Streikankündigungen für den 26. Juli und 2. August beim Verkehrsministerium eingegangen sind. Angesichts des Entry/Exit-Systems, das zusätzliche Zeit an der Grenze erfordert (siehe gesonderten Bericht), befürchten Flughäfen eine perfekte Sturm aus Personalmangel und Passagieransturm, falls die Arbeitskonflikte nicht beigelegt werden. Praktische Tipps: Reisende sollten vor der Abreise den Flugstatus prüfen, Bordkarten und Quittungen aufbewahren, um bei Verspätungen Verpflegung oder Unterkunft geltend zu machen, und besonders an den Flughäfen Rom-FCO, Rom-CIA, Mailand-MXP und Catania-CTA mehr Zeit für die Sicherheitskontrollen einplanen.
Quelle: Napolike; la Repubblica

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