
Von der Gewerkschaft FAST-CONFSAL organisierte Sicherheitskräfte an den beiden Verkehrsflughäfen Roms legten am 5. Juli von 10:00 bis 18:00 Uhr die Arbeit nieder. Obwohl der Streik regional begrenzt war, traf er den entscheidenden Engpass bei der Sicherheitskontrolle und hatte dadurch eine überproportionale Auswirkung auf den Passagierfluss. Aeroporti di Roma (AdR) setzte Mitarbeiter aus dem Backoffice mit Sicherheitsfreigaben ein, um die Röntgenkontrollen zu übernehmen, dennoch sank die Abfertigung in den ersten zwei Stunden schätzungsweise um 35 Prozent. AdR riet den Passagieren, mindestens drei Stunden vor Abflug bei Flügen innerhalb des Schengen-Raums und vier Stunden vor Langstreckenflügen am Flughafen zu sein. Prioritäts- und Mitarbeiterschlangen wurden zusammengelegt, und Reisende mit Anspruch auf Fast-Track-Dienste mussten sich in die allgemeine Warteschlange einreihen. Die Fluggesellschaften wurden aufgefordert, das Remote-Check-in für Handgepäck zu prüfen, um das Kontrollvolumen zu reduzieren. Die Gewerkschaft wirft AdR-Security, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft des Flughafenbetreibers, chronischen Personalmangel und Zwangsüberstunden vor, die „den Sinn eines wöchentlichen Ruhetags zunichtemachen“. Die Geschäftsleitung entgegnet, dass die Fehlzeiten bereits 12 Prozent über den Prognosen liegen und im Juni eine neue Einstellungsrunde begonnen habe. Aus Sicht des Mobilitätsmanagements bleibt das größte Risiko verpasste Anschlussflüge: Nach EU-Vorschriften muss die Fluggesellschaft umbuchen, aber nicht entschädigen, wenn Sicherheitsstreiks als „außergewöhnlich“ eingestuft werden. Unternehmen mit engen Zeitplänen für Auslandseinsätze sollten Übernachtungen in Rom einplanen, falls Mitarbeiter Anschlussflüge erreichen müssen. Das Verkehrsministerium hat beide Parteien für den 9. Juli zu einer Vermittlung geladen, doch die Gewerkschaften deuten an, dass weitere Streiks den Ferragosto-Reiseverkehr Mitte August treffen könnten.
Quelle: StrikeTracker