
Der österreichische Autofahrerclub ÖAMTC hat am 7. Juli 2026 seine Prognose für das zweite Sommerferienwochenende veröffentlicht – traditionell eine der verkehrsreichsten Zeiten des Jahres. Mit Schulferienbeginn in West- und Südaustrien sowie in vier deutschen Bundesländern und Großveranstaltungen wie dem Electric Love Festival und der Österreich-Rundfahrt rechnet der Club mit „Stop-and-Go-Verkehr von Freitagnachmittag bis Sonntagabend“ auf den Nord-Süd-Achsen. Kritische Abschnitte sind die Autobahnen A 13 Brenner, A 10 Tauern und A 11 Karawanken, wo Grenzkontrollen und Tunnelarbeiten bereits Verzögerungen von bis zu zwei Stunden verursachen. Zudem weist der Club auf die temporäre Sperrung der Anschlussstelle Wallersee auf der A 1 (10.–13. Juli) hin und betont, dass die Wochenend-Ausfahrverbote für Transitverkehr in Tirol bis 1. November weiterhin gelten. Die Lkw-Stauabfertigung am Pack-Abschnitt der A 2 sowie die Umleitung schwerer Fahrzeuge vom Nassfeldpass (B 90) erschweren die Logistik zusätzlich. Für Unternehmen mit Just-in-Time-Lieferungen oder Mitarbeitershuttles lautet die Empfehlung klar: Stoßzeiten meiden (Freitag 14:00–20:00 Uhr und Samstag 07:00–14:00 Uhr), alternative Schienentransporte über den Pilotfahrplan des Brenner-Basistunnels prüfen und Fahrer über Navigations-Apps informieren, die lokale Ausfahrverbote berücksichtigen. Der ÖAMTC-Stau-Flieger, ein Verkehrserkundungsflugzeug des ADAC, liefert erneut Luftbilder; der Datenstream steht über die API des Clubs für Flottenmanagement-Plattformen zur Verfügung. Internationale Passagiere, die den Flughafen Wien auf dem Landweg passieren, sollten mindestens 45 Minuten Pufferzeit einplanen, besonders aus den westlichen Bundesländern. Die Wien Tourismus GmbH weist auf verstärkte CAT-Ersatzbusse ab 7. September hin, bis dahin müssen private Shuttles jedoch mit den gleichen Autobahnstaus rechnen. Die Prognosekarte des Clubs, die unter einer Creative-Commons-Lizenz zum Download bereitsteht, wird häufig in Firmenintranets eingebunden, um reisende Mitarbeiter bei der Planung zu unterstützen. Mobilitätsmanager sollten die Datei verbreiten und Fahrgemeinschaften ermutigen, Abfahrtszeiten zu staffeln.
Quelle: ÖAMTC