
Während eines Besuchs in der Provinz Vorarlberg am Morgen des 7. Juli 2026 forderte EU-Migrationskommissar Magnus Brunner Berlin und Wien auf, die seit 2015 wieder eingeführten temporären Kontrollen an ihrer gemeinsamen Landgrenze zurückzufahren. In Gesprächen mit lokalen Medien betonte Brunner, dass die Zahl der irregulären Grenzübertritte auf der Westbalkan-Route in den letzten drei Jahren um 90 % gesunken sei und die wieder eingeführten Kontrollen daher nicht mehr verhältnismäßig seien.
Österreich und Deutschland gehören zu den acht Schengen-Mitgliedstaaten, die der Europäischen Kommission weiterhin „außergewöhnliche Umstände“ gemäß Artikel 25 des Schengener Grenzkodex melden. Die alle sechs Monate verlängerten Kontrollen wurden ursprünglich eingeführt, um sekundäre Wanderungsbewegungen während der Flüchtlingskrise 2015–2016 und erneut nach Beginn des Krieges in der Ukraine einzudämmen. Für Logistikunternehmen, die Bauteile zwischen Bayern und Oberösterreich transportieren, sowie Pendler im Salzburg–Rosenheim-Korridor bedeuten die Maßnahmen unvorhersehbare Staus und zusätzliche Dokumentenkontrollen.
Brunner verwies auf den neuen EU-Pakt für Migration und Asyl, die im Juni eingeführten interoperablen Visa- und Strafregisterdatenbanken sowie die verstärkte Frontex-Präsenz an der griechischen Außengrenze als Belege dafür, dass „das Instrumentarium endlich robust genug ist, um Schengen von außen und nicht von innen zu schützen.“ Er brachte die Idee ins Spiel, feste Kontrollpunkte durch mobile Polizeipatrouillen im Inland zu ersetzen – ein Ansatz, der bereits auf österreichischer Seite erprobt wird.
Politisch fällt der Vorschlag mitten in die Sommerwahlkampagne in Österreich, wo die Grenzsicherheit ein heißes Thema bleibt. Wiens Innenminister Gerhard Karner begrüßte „eine europäische Perspektive“, betonte jedoch, dass eine Lockerung „datenbasiert und reversibel“ sein müsse. Die deutsche Innenministerin Nancy Faeser signalisierte, dass Berlin einem Fahrplan offen gegenüberstehe, sofern die Zahl der Migranten weiter zurückgehe.
Für Mobility-Manager in Unternehmen ist die Aussicht auf reibungslosere grenzüberschreitende Reisen willkommen, doch der Zeitplan bleibt ungewiss. Brunner schlug eine Pilotphase „vor Ende 2026“ vor, vorbehaltlich einer gemeinsamen Risikoanalyse im Herbst. Unternehmen sollten daher weiterhin mit möglichen Verzögerungen auf den Korridoren A8 und A12 rechnen und ihre Mitarbeiter über die Ausweispflichten informieren, bis formelle Entscheidungen getroffen sind.
Österreich und Deutschland gehören zu den acht Schengen-Mitgliedstaaten, die der Europäischen Kommission weiterhin „außergewöhnliche Umstände“ gemäß Artikel 25 des Schengener Grenzkodex melden. Die alle sechs Monate verlängerten Kontrollen wurden ursprünglich eingeführt, um sekundäre Wanderungsbewegungen während der Flüchtlingskrise 2015–2016 und erneut nach Beginn des Krieges in der Ukraine einzudämmen. Für Logistikunternehmen, die Bauteile zwischen Bayern und Oberösterreich transportieren, sowie Pendler im Salzburg–Rosenheim-Korridor bedeuten die Maßnahmen unvorhersehbare Staus und zusätzliche Dokumentenkontrollen.
Brunner verwies auf den neuen EU-Pakt für Migration und Asyl, die im Juni eingeführten interoperablen Visa- und Strafregisterdatenbanken sowie die verstärkte Frontex-Präsenz an der griechischen Außengrenze als Belege dafür, dass „das Instrumentarium endlich robust genug ist, um Schengen von außen und nicht von innen zu schützen.“ Er brachte die Idee ins Spiel, feste Kontrollpunkte durch mobile Polizeipatrouillen im Inland zu ersetzen – ein Ansatz, der bereits auf österreichischer Seite erprobt wird.
Politisch fällt der Vorschlag mitten in die Sommerwahlkampagne in Österreich, wo die Grenzsicherheit ein heißes Thema bleibt. Wiens Innenminister Gerhard Karner begrüßte „eine europäische Perspektive“, betonte jedoch, dass eine Lockerung „datenbasiert und reversibel“ sein müsse. Die deutsche Innenministerin Nancy Faeser signalisierte, dass Berlin einem Fahrplan offen gegenüberstehe, sofern die Zahl der Migranten weiter zurückgehe.
Für Mobility-Manager in Unternehmen ist die Aussicht auf reibungslosere grenzüberschreitende Reisen willkommen, doch der Zeitplan bleibt ungewiss. Brunner schlug eine Pilotphase „vor Ende 2026“ vor, vorbehaltlich einer gemeinsamen Risikoanalyse im Herbst. Unternehmen sollten daher weiterhin mit möglichen Verzögerungen auf den Korridoren A8 und A12 rechnen und ihre Mitarbeiter über die Ausweispflichten informieren, bis formelle Entscheidungen getroffen sind.
Quelle: ORF Vorarlberg