
Australische Daueraufenthalter wachten am 1. Juli mit der Erkenntnis auf, dass die Verlängerung ihrer Reiseerlaubnis nun teurer ist als die Einbürgerung. Die Gebühr für das Resident Return Visa (RRV 155/157) stieg von 490 AUD auf 1.475 AUD – ein Anstieg um 201 Prozent – während auch die Gebühren für Bridging B-Visa ähnlich stark zulegten. Der chinesischsprachige Sender SBS Chinese befragte langjährige PR-Inhaber, die sagen, dass diese Erhöhung die „Rechnung neu aufmacht“, ob sich eine Einbürgerung lohnt. Daten des Finanzministeriums zeigen, dass 1,58 Millionen PRs in Australien leben, von denen 52 Prozent ein RRV besitzen; Migrationsberater erwarten einen Anstieg der Einbürgerungsanträge, da die bisher routinemäßige fünfjährige Verlängerung nun teurer ist als die kombinierte Gebühr von Einbürgerung und Reisepass von 1.000 AUD. Das Innenministerium verteidigte die Erhöhung mit der Begründung, dass die Staatsbürgerschaft wiederkehrende Gebühren für Reiseerlaubnisse eliminiert und besser den „Privilegien“ eines unbefristeten Einreiserechts entspricht. Kritiker bemängeln, dass die Änderung ohne vorherige Konsultation angekündigt wurde und vor allem Familien mit zwei Karrieren trifft, die Flexibilität für Auslandseinsätze benötigen. Für Arbeitgeber bedeutet die neue Gebühr eine unerwartete Kostenposition bei der Entsendung bestehender PR-Mitarbeiter ins Ausland. Mobility-Manager sollten ihre Richtlinien für Langzeiteinsätze überprüfen und PR-Mitarbeiter dazu anhalten, RRV-Anträge rechtzeitig vor Projektbeginn einzureichen oder gegebenenfalls eine Einbürgerung zu fördern.
Quelle: SBS Chinese