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Visumantragsgebühren steigen um 25 % – Was australische Arbeitgeber jetzt wissen müssen

Juli 8, 2026
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Visumantragsgebühren steigen um 25 % – Was australische Arbeitgeber jetzt wissen müssen
Australische Unternehmen wachten am 1. Juli mit der Erkenntnis auf, dass fast alle Gebühren für Visumanträge (VAC) um 25 Prozent gestiegen sind – der stärkste Anstieg seit über einem Jahrzehnt. Die Änderung, eingeführt durch die Home Affairs Legislation Amendment (2026 Measures No. 1) Regulations 2026, erhöht die Kosten für eine Standard-Nominierung im Bereich Skills-in-Demand (Subclass 482) auf AUD 4.015, während die SAF-Abgabe und die Sponsoring-Gebühren unverändert bleiben. Bei einer typischen Familiensponsoring kann der Mehraufwand nun über AUD 3.000 betragen, noch bevor Flugkosten oder Umzugsausgaben berücksichtigt werden.

Rebecca Thomson, Partnerin und Leiterin der nationalen Migrationsdienste bei BDO, betont, dass die Art und Weise, wie die Gebührenerhöhung – versteckt in Gesetzesverordnungen statt in den Haushaltsunterlagen vom Mai – bekannt gegeben wurde, zeigt, wie unbeständig die Migrationsregelungen in Australien geworden sind. „Arbeitgeber müssen plötzlich mitten im Jahr ihre Personalbudgets überdenken, was besonders störend ist, wenn man bereits global um Talente konkurriert“, warnt sie.

Neben dem offensichtlichen Anstieg der Gebühren sind zum 1. Juli auch die Gehaltsschwellen gestiegen: Die Core Skills Income Threshold (CSIT) liegt nun bei AUD 79.423, die Specialist Skills Income Threshold (SSIT) bei AUD 146.576. Das erhöht die Gesamtkosten für Sponsoring, da Nominierungen sowohl die Gebühren- als auch die Gehaltsanforderungen erfüllen müssen, um genehmigt zu werden.

Visumantragsgebühren steigen um 25 % – Was australische Arbeitgeber jetzt wissen müssen


Unternehmen, die regelmäßig VACs für ihre Mitarbeiter zahlen, sehen sich mit höheren Liquiditätsbelastungen konfrontiert und könnten versuchen, die Kosten über Arbeitsverträge zurückzufordern. Migrationsanwälte warnen jedoch, dass das Einfordern von Gebühren wie der SAF-Abgabe von Arbeitnehmern rechtswidrig ist und Sponsoren zivilrechtliche Strafen drohen. Stattdessen wird Arbeitgebern geraten, ihre Richtlinien zur Kostenaufteilung zu verschärfen, Abzüge klar zu dokumentieren und sicherzustellen, dass sie nicht gegen Fair Work-Regeln verstoßen.

Strategisch wird erwartet, dass der Anstieg mehr Unternehmen dazu bringt, auf bindungsorientierte Maßnahmen zu setzen – etwa durch Subventionen für dauerhafte Aufenthaltsgenehmigungen oder verbesserte Umzugspakete –, um den Nutzen ihrer Sponsoring-Investitionen zu maximieren. Experten empfehlen HR-Teams, verschiedene Visaszenarien für das Geschäftsjahr 2026-27 durchzuspielen und die Personalplanung an die erklärte Präferenz der Regierung für „kleinere, gezieltere“ Migration anzupassen.

Kurz gesagt: Höhere Gebühren sind kein vorübergehendes Phänomen mehr, sondern die neue Normalität in Australiens selektiverer Migrationsära.
Quelle: BDO Australia

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