
Das Technologie- und Bildungsportal Information Age berichtete am 7. Juli, dass das Studentenvisum der Unterklasse 500 nun 2.500 AUD kostet – ein Anstieg um 25 %, der Australien zu einem der teuersten Studienziele weltweit macht. Universities Australia und die Group of Eight kritisierten die Erhöhung als eine Verwässerung des staatlichen Versprechens, die jährliche Obergrenze von 295.000 internationalen Studierenden einzuhalten. Von Migrationsagenten zitierte Stimmen bezeichneten die Erhöhung als „eine echte Überraschung für einen Sektor, der sonst an schrittweise Anpassungen gemäß dem Verbraucherpreisindex gewöhnt ist“. Das Temporary Graduate Visum (Unterklasse 485) – ein wichtiger Nach-Studium-Aufenthalt – ist sogar noch schneller gestiegen und hat sich seit März auf 5.750 AUD verdoppelt. In Kombination mit Rekordablehnungsquoten (32,5 % im Februar) warnen Beteiligte, dass die hohen Gebühren talentierte Bewerber nach Kanada, Großbritannien oder in die USA treiben könnten, wo vergleichbare Studiengenehmigungen deutlich günstiger sind. Universitäten befürchten, dass die Änderung die Bemühungen um Diversifizierung, insbesondere in wichtigen Regionen wie Südostasien und Afrika, untergräbt. Mehrere Einrichtungen teilten Information Age mit, dass sie möglicherweise ihre Stipendienbudgets erhöhen oder einen Teil der Kosten durch „Rückerstattungen der Anmeldegebühren“ auffangen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Aus Sicht der Mobilitätsplanung stehen Unternehmenssponsoren, die auf den 485-Weg setzen, um Absolventen im Ingenieur- und IT-Bereich zu gewinnen, vor höheren Vorlaufkosten und möglicherweise kleineren Kandidatenpools. Bildungsexperten raten Studierenden, ihre Anträge deutlich vor den Semesterfristen am 1. September einzureichen, um Verzögerungen durch die erhöhte Nachfrage infolge der Gebührenerhöhung zu vermeiden. Politikanalysten sehen die Gebührenerhöhung als Teil der umfassenderen Migrationsstrategie der Regierung, die Nettozuwanderung zu reduzieren und gezielt hochwertige Bewerber anzuziehen, fordern jedoch mehr Transparenz, damit Studierende und Institutionen ihre Finanzen verlässlich planen können.
Quelle: Information Age (ACS)
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