
Minuten nach der Veröffentlichung ihrer Gemeinsamen Erklärung präsentierten die beiden Premierminister den „Indien-Neuseeland Strategischen Partnerschaftsplan: Fahrplan bis 2030“. Der 25-seitige Aktionsplan übersetzt politische Absichten in messbare Ziele, von denen viele direkt den Bereich der globalen Mobilität betreffen. Unter der Säule „Menschen und Fähigkeiten“ verpflichten sich die Partner zu: (1) einer Verdopplung des bilateralen Studentenaustauschs bis 2028; (2) der Einführung eines Pilotprojekts für ein Bildungsviza mit beschleunigter Bearbeitungszeit von maximal zehn Arbeitstagen; und (3) der gegenseitigen Anerkennung ausgewählter technischer und beruflicher Qualifikationen, beginnend mit IT und Molkereiwissenschaften. Indische IT-Großunternehmen mit Niederlassungen in Wellington berichten, dass allein der dritte Punkt die Einarbeitungszeit von 12 auf 4 Wochen reduzieren könnte. Auch die Tourismussziele sind klar definiert: Die Ankünfte aus Indien sollen bis 2030 jährlich 150.000 erreichen (gegenüber 72.000 im Jahr 2024). Fluggesellschaften werden ermutigt, nach Abschluss der bilateralen Luftverkehrsgespräche im Herbst Anträge für mindestens sieben wöchentliche Nonstop-Flüge in jede Richtung zu stellen. Gleichzeitig werden die Einwanderungsbehörden eine gemeinsame Ankunftskarte testen, die über die DigiYatra-kompatiblen Apps beider Länder ausgefüllt werden kann, um den bürokratischen Aufwand für Vielflieger zu reduzieren. Der Fahrplan sieht zudem einen „Green Talent Corridor“ vor, der 500 indischen Ingenieuren im Bereich sauberer Energien ermöglicht, für zwei Jahre in Neuseelands Wasserstoff- und Offshore-Windprojekten tätig zu sein, wobei die Ehepartner uneingeschränkte Arbeitserlaubnisse erhalten. Personalabteilungen sollten beachten, dass die Kontingente ab Januar 2027 nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ vergeben werden. Für Umzugs- und Reisemanager bietet das Dokument eine seltene Planbarkeit: klare Zahlen, feste Zeitpläne und integrierte Überprüfungsmechanismen. Die Fortschrittskontrolle wird entscheidend sein, doch der politische Wille – unterstützt durch messbare Ergebnisse – macht diesen Fahrplan zu einem der mobilitätsfreundlichsten bilateralen Abkommen, die Indien in den letzten Jahren unterzeichnet hat.
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