
Laut Regierungsvertretern, die am 11. Juli in der Business Standard zitiert wurden, finalisieren das Finanzministerium und die Kapitalmarktaufsicht SEBI Reformen, die es Nichtansässigen Indern (NRIs) und ausländischen Staatsbürgern ermöglichen, die Know-Your-Customer (KYC)-Prüfungen vollständig online abzuschließen. Der Vorschlag hebt die langjährige Anforderung auf, dass Investoren physisch in Indien anwesend sein oder eine Bankfiliale im Ausland aufsuchen müssen, um Dokumente notariell beglaubigen und einreichen zu lassen. Wichtige Elemente umfassen die Echtzeit-Video-Identifikation, Aadhaar-basierte Authentifizierung für NRIs mit UID, die Anerkennung verifizierter digitaler Signaturen aus anderen Rechtsgebieten sowie einen e-Notarisierungsprozess über Indiens Bharat Sign Plattform. Die Änderungen gelten für die Eröffnung von Demat-Konten, Investitionen in Investmentfonds und die Aufnahme ausländischer Portfolioinvestoren (FPIs). Für globale Mobility-Teams, die Aktienpläne für Führungskräfte verwalten, beseitigt die Reform einen langjährigen Engpass: Expatriates in Indien mussten oft eine zusätzliche Reise unternehmen, um KYC vor der Übertragung von Aktien oder Ausübung von Optionen zu validieren. Auch Venture-Capital-Fonds mit ausländischen Limited Partners könnten Kapitalabrufe beschleunigen. Die Reserve Bank of India und das Außenministerium prüfen derzeit Datenschutzmaßnahmen und die Akzeptanz der Fern-Biometrieerfassung für Hochrisikokunden. Eine öffentliche Konsultation wird bis August erwartet, die Umsetzung ist für das vierte Quartal geplant. Bei erfolgreicher Umsetzung würden die indischen Onboarding-Standards mit denen von Singapur und Großbritannien gleichgezogen und New Delhis Bestreben gestärkt, Indien als Investitionsstandort zu positionieren, ohne dabei die Geldwäschebekämpfung zu vernachlässigen.
Quelle: Business Standard
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