
Die chinesischen Grenzbehörden haben in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 insgesamt 369 Millionen Ein- und Ausreisen abgewickelt, was einem Anstieg von 10,8 Prozent im Jahresvergleich entspricht und den höchsten Halbjahreswert aller Zeiten darstellt, berichtete das Branchenportal ChinaTravelNews am 14. Juli unter Berufung auf Daten der Nationalen Einwanderungsbehörde (NIA). Davon entfielen 45,9 Millionen Reisen auf ausländische Staatsangehörige, ein Plus von über 20 Prozent, während die visafreien Einreisen um 30,6 Prozent auf 17,8 Millionen anstiegen. Diese Zahlen verdeutlichen die spürbaren Auswirkungen der ausgeweiteten visafreien Regelungen und der wiederhergestellten Flugkapazitäten in China. Einwohner des Festlands tätigten 176 Millionen Reisen, Reisende aus Hongkong, Macau und Taiwan kamen auf weitere 147 Millionen Grenzübertritte. Der Anstieg belastet die wichtigen Flughäfen – allein der Flughafen Shanghai Pudong verzeichnete im ersten Halbjahr über 2 Millionen visafreie Einreisen – sowie die Landgrenzstellen, an denen neue „Gesichts- plus Iris“-Schnellspuren eingeführt wurden. Für globale Mobilitätsteams bedeuten die Daten längere Warteschlangen, bieten aber auch eine stärkere Grundlage, um während der Pandemie ausgesetzte Einsatzrotationen wieder aufzunehmen. Die NIA kündigt an, die Digitalisierung der Abläufe fortzusetzen; Pilotprojekte zur Selbstregistrierung von Unterkünften für Ausländer in sieben Provinzen haben die durchschnittlichen Polizeibesuche bereits um 40 Prozent reduziert. Auch die Tourismusbehörden zeigen sich optimistisch: „Jeder Prozentpunkt Zuwachs bei den Einreisen generiert rund 4 Milliarden RMB an direkten Tourismuseinnahmen“, so Wu Liyuan von der China Tourism Academy. Die Fluggesellschaften reagierten mit einer 11-prozentigen Erhöhung der geplanten internationalen Sitzplätze für das dritte Quartal, berichtet OAG. Trotz der positiven Gesamtzahlen warnen die Behörden vor weiterhin bestehenden Herausforderungen durch Schmuggel und Dokumentenfälschung. Im ersten Halbjahr löste die NIA 11.400 grenzüberschreitende Kriminalfälle auf und zerschlug 157 Schmugglerbanden. Unternehmen sollten ihre reisenden Mitarbeiter daran erinnern, stets die korrekten Dokumente mitzuführen und die Transitregeln von 24 bzw. 144 Stunden einzuhalten, um unbeabsichtigte Verstöße zu vermeiden.
Quelle: ChinaTravelNews
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