
Die britische Verkehrsministerin Heidi Alexander und EU-Kommissar Apostolos Tzitzikostas einigten sich am 13. Juli auf eine enge Zusammenarbeit bei der Einführung des Ein- und Ausreisesystems (EES) vor dem Sommeransturm. Während die Ankündigung vor allem Dover und den Eurotunnel betraf, werden auch spanische Häfen wie Santander, Bilbao und Barcelona – die für Routen nach Großbritannien sogenannte „juxtaposed controls“ durchführen – dasselbe biometrische Erfassungsverfahren für Drittstaatsangehörige anwenden. Das spanische Innenministerium hat in seinen sechs Fährhäfen mit UK-Verkehr 120 EES-Kioske installiert und plant, in Bilbao eine mobile Einheit für Kreuzfahrtpassagiere einzurichten. Fluggesellschaften auf UK-Spanien-Strecken berichten, dass Vorregistrierungskampagnen seit April die manuelle Stempelung um 40 % reduziert haben. Geschäftsreisende sollten für die erstmalige EES-Anmeldung mindestens 15 zusätzliche Minuten einplanen, da dabei der Reisepass gescannt, vier Fingerabdrücke genommen und ein Live-Foto erstellt werden. Vielflieger, die sich bereits in Pilotphasen registriert haben, können automatisierte Kontrollspuren nutzen. Da das EES die 90/180-Tage-Schengenregelung automatisch zurücksetzt, lösen Überziehungen nun sofortige Warnmeldungen aus. Mobilitätsprogramme, die auf aufeinanderfolgenden visumfreien Reisen basieren, sollten die Reisehistorien ihrer Mitarbeiter überprüfen und gegebenenfalls auf nationale Visa oder die ab Oktober startende neue EU-Reisegenehmigung ETIAS umstellen.
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