
Die Indische Hochkommission in Singapur hat am 14. Juli stillschweigend ihre konsularische Webseite aktualisiert und fordert Antragsteller zur Passverlängerung nun auf, eine aktuelle Adresse in Indien mit entsprechenden Nachweisen wie Aadhaar-Karte, Stromrechnung oder Mietvertrag vorzulegen. Laut Mitteilung sind unvollständige Adressnachweise aus Indien die Hauptursache für Verzögerungen, insbesondere bei Inhabern der Overseas Citizen of India (OCI), deren Auslandswohnsitz bereits registriert ist. Obwohl die Empfehlung keine rechtlichen Anforderungen ändert, formalisiert sie eine Praxis, die das Konsulat seit einer Prüfung im April anwendet, bei der Unstimmigkeiten im Ablauf der polizeilichen Überprüfungen festgestellt wurden. Die Mission verweigerte Angaben zu durchschnittlichen Bearbeitungszeiten bei komplexen Fällen (verlorene Pässe, Adressänderungen) mit dem Hinweis, dass diese von der Freigabe durch indische Polizeibehörden abhängen. Für in Singapur ansässige Arbeitgeber, die indische Mitarbeiter innerhalb der ASEAN rotieren lassen, bedeutet die Mitteilung, dass Standardverlängerungen weiterhin mindestens acht Wochen vor der geplanten Reise eingereicht werden sollten. Die Mobilitätsteams sollten die Personalakten prüfen, um sicherzustellen, dass Mitarbeiter einen akzeptablen Adressnachweis aus Indien vorlegen können, insbesondere jene, die Indien vor vielen Jahren verlassen haben. Die Hochkommission warnte außerdem davor, Agenten zu beauftragen, die „Express“-Dienstleistungen versprechen, und machte deutlich, dass gefälschte Adressdokumente zu Strafverfahren nach dem Passgesetz führen können.