
Mit Beginn der Hauptreisezeit hat die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) am 14. Juli 2026 eindringlich daran erinnert, dass „nicht alles als Souvenir mit nach Hause genommen werden darf“. Zoll- und Pflanzenschutzkontrollen an den Flughäfen Wien, Graz und Linz haben seit Januar rund drei Tonnen nicht deklarierte Früchte, Gemüse, Schnittblumen und lebende Pflanzen beschlagnahmt. Reisende übersehen häufig die Pflicht eines Pflanzengesundheitszeugnisses, selbst bei kleinen Mengen aus Nicht-EU-Ländern. Bundeslandwirtschaftsminister Norbert Totschnig und Staatssekretärin für Finanzen Barbara Eibinger-Miedl hoben diese Zahlen im Rahmen der EU-weiten Aufklärungskampagne #PlantHealth4Life hervor. Besonders häufig beschlagnahmt wurden beliebte Urlaubsmitbringsel wie Mangos, Zitrusfrüchte und Orchideen, aber auch Gurken, Auberginen und Apfelsorten, die schädliche Schädlinge trugen. Insgesamt wurden fast 9,5 Tonnen tierischer Produkte – Fleisch, Milch, Eier und Honig – vernichtet, um die Einschleppung von Krankheiten zu verhindern. Für Geschäftsreisende und Mitarbeiter im Rahmen von Versetzungen gilt: Die österreichischen Grenzkontrollen prüfen biologisches Material im Gepäck genauso genau wie Pässe und Arbeitserlaubnisse. Nichtdeklarationen können zu sofortigen Geldstrafen, Verzögerungen und sogar strafrechtlichen Konsequenzen führen, wenn es sich um regulierte Arten handelt. Arbeitgeber sollten ihre Reisebriefings aktualisieren und das Personal darauf hinweisen, dass die zollfreien Freimengen am Flughafen nicht für Pflanzen und die meisten Lebensmittel gelten. Die verstärkten Kontrollen sind Teil einer umfassenden One-Health-Strategie, die Pflanzengesundheit, Biodiversität und Ernährungssicherheit miteinander verbindet. AGES-Geschäftsführer Johannes Pleiner-Duxneuner betonte, dass frühzeitige Kontrollen der Landwirtschaft Millionenverluste durch Ernteausfälle ersparen. Die Agentur plant zusätzliche Hinweisschilder in den Ankunftshallen sowie einen englischsprachigen Chatbot, der Reisenden vor Abreise Fragen beantwortet. Unternehmen, die diesen Sommer Gruppenreisen oder Konferenzen in Österreich organisieren, sollten die AGES-Checkliste verbreiten und Teilnehmer dazu anhalten, Saatgut oder Pflanzen nur bei EU-lizenzierten Händlern mit entsprechender Dokumentation zu kaufen.
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Österreich.Mehr von Österreich
Alle anzeigen
Österreich verschärft das Ausländerbeschäftigungsgesetz und verschärft die Vorschriften für die Beschäftigung von Nicht-EU-Bürgern
Wiener Flughafen-Zoll beschlagnahmt undeklarierte Haifischknorpel-Ampullen bei neuem Schlag gegen Wildtierprodukte