
Überseeische Inder (OCI) müssen sich künftig keine Sorgen mehr machen, ihr blaues Heftchen zu verlieren. Am 16. Juli 2026 bestätigte das Innenministerium, dass die vollständig digitale „e-OCI“-Karte nun an allen Einreisekontrollstellen (ICPs) eingeführt ist. Das Generalkonsulat Indiens in Houston, das die Pilotphase betreute, aktualisierte heute Morgen seine Webseite mit dem Hinweis, dass seit dem 8. Juli alle neuen OCI-Genehmigungen ausschließlich in elektronischer Form ausgestellt werden. Karteninhaber können die e-OCI über das OCI-Services-Portal generieren und in der mobilen App „Indian Visa Su-Swagatam“ oder in jeder gängigen Wallet-App speichern. Am Flughafen zeigen Reisende die QR-codierte e-OCI zusammen mit ihrem Reisepass vor; die Grenzbeamten scannen den Code, um die Daten aus dem IVFRT-Backend abzurufen. Fluggesellschaften wurden angewiesen, die digitale Bescheinigung beim Check-in zu akzeptieren, womit Indien mit dem ETA-System Australiens und dem smart-card-losen PR-Modell Singapurs gleichzieht. Für Inhaber der physischen Karte ändert sich nichts – das Heft bleibt gültig –, doch Vielreisende werden ermutigt, die digitale Version herunterzuladen. So wird eine Beschädigung des Heftchens vermieden, Kosten für den Versand bei Neuausstellung entfallen und die Nutzung von Selbstbedienungskiosken im Rahmen des auf 13 Flughäfen ausgeweiteten Fast Track Immigration–Trusted Traveller Programme (FTI-TTP) beschleunigt. Für globale Mobilitätsteams ist die e-OCI ein praktischer Gewinn. Mitarbeiter indischer Herkunft, die im Ausland eingesetzt sind, reisen oft kurzfristig und stellen gelegentlich erst am Vorabend fest, dass ihr OCI-Heft abgelaufen oder verlegt ist. Die Personalabteilung kann sie nun durch einen fünfminütigen digitalen Download führen, statt eine eilige Visumsbeantragung zu organisieren. Dieser Schritt fügt sich auch in die umfassendere IVFRT 2.0-Strategie der Regierung ein, die bis 2030 eine vollständig kontaktlose Einreisekontrolle anstrebt. Unternehmen sollten ihre Reiserichtlinien anpassen, um die elektronische Vorlage des OCI-Status zu ermöglichen, und Reisende darauf hinweisen, die e-OCI-PDF oder App offline verfügbar zu halten, falls es an kleineren Flughäfen zu Verbindungsproblemen kommt.
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