
Die Nationale Einwanderungsbehörde Chinas (NIA) gab am Freitagmorgen, dem 17. Juli, bekannt, dass alle Luft-, Land- und Bahnübergänge in der Provinz Guangdong nach einer 24-stündigen Schließung aufgrund des Taifuns „Shanzhu“ wieder geöffnet wurden. Der Sturm hatte am 16. Juli den Baiyun International Airport, grenzüberschreitende Bahnverbindungen nach Hongkong sowie mehrere Landkontrollstellen vorübergehend lahmgelegt. Bis 14:00 Uhr Ortszeit am Freitag wurde der Normalbetrieb wieder aufgenommen, wobei zusätzliche Beamte eingesetzt wurden, um den Ansturm gestrandeter Reisender zu bewältigen. Die NIA berichtete, dass die Passagierzahlen am Baiyun-Flughafen am Freitag deutlich über dem Normalwert lagen, da die Fluggesellschaften Rückstände abarbeiteten. Die Grenzkontrollteams öffneten alle Schalter, setzten mobile E-Gates ein und nutzten Lautsprecherdurchsagen auf Chinesisch und Englisch, um ausländische Besucher, die mit der Anfang des Jahres abgeschlossenen Neugestaltung des Flughafens nicht vertraut sind, zu leiten. Die Passagierterminals für die Schifffahrt in Shenzhen (Shekou) und Zhuhai (Jiuzhou) befinden sich noch in Reparatur, sollen aber innerhalb von 48 Stunden den Betrieb wieder aufnehmen. Guangdong ist die verkehrsreichste Provinz Chinas für grenzüberschreitenden Verkehr und wickelt etwa ein Drittel aller Einreisen vom Festland ab – dank seiner Produktionsbasis und der Nähe zu Hongkong und Macao. Jede längere Schließung kann die regionalen Lieferketten erheblich stören. Elektronikexporteure in Dongguan berichteten beispielsweise von Verzögerungen bei der Stempelung von Versanddokumenten während der Schließung, während Logistikunternehmen mit Sitz in Hongkong Lkw über weniger ausgelastete Kontrollstellen in Guangxi umleiteten. Die NIA erinnerte Reisende daran, vor der Abreise den Status der Grenzübergänge über die Hotline 12367 oder das WeChat-Mini-Programm der Behörde zu prüfen. Geschäftsreisende sollten während der Taifunsaison von Juli bis September wetterbedingte Notfallpläne in ihre Reiseplanung einbeziehen, einschließlich Pufferzeiten für die Aktivierung von Visa bei Ankunft und die Just-in-Time-Frachtabfertigung. Aus politischer Sicht zeigt die reibungslose Wiedereröffnung Chinas Investitionen in „intelligente Hafen“-Systeme – wie etwa Fahrzeugspuren mit Gesichtserkennung –, die es den Behörden ermöglichten, die Kapazitäten nach Aufhebung der Wetterwarnungen schnell anzupassen. Unternehmen mit hohem grenzüberschreitendem Verkehrsaufkommen könnten erwägen, Fahrer und Vielflieger in diese E-Gate-Programme aufzunehmen, um künftige Störungen zu minimieren.
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