
Das chinesische Außenministerium reagierte am Freitag, dem 17. Juli, umgehend und verurteilte eine neue Regelung des US-Heimatschutzministeriums, die die maximale Aufenthaltsdauer für ausländische Journalisten auf 240 Tage verkürzt – und für chinesische Reporter sogar nur auf 90 Tage. Sprecher Lin Jian bezeichnete die Maßnahme bei der regulären Pressekonferenz des Ministeriums als „offensichtlich diskriminierend“ und forderte Washington auf, die Regelung „sofort zurückzuziehen“. Gleichzeitig warnte er, dass Peking sich das Recht vorbehält, „gegenseitige Gegenmaßnahmen zu ergreifen“.
Die US-Regelung hebt das bisherige „Duration-of-Status“-System auf, das Medienvisa so lange gültig ließ, wie Journalisten akkreditiert waren. Chinesische Medien, die in den USA tätig sind, müssen nun vierteljährliche Verlängerungen beantragen, sich zusätzlichen Sicherheitsprüfungen unterziehen und riskieren, mitten in einer Berichterstattung ausgewiesen zu werden. Pressefreiheitsbefürworter auf beiden Seiten des Pazifiks warnen, dass diese Änderung die Besetzung von Büros erschweren, die Kosten für Redaktionen erhöhen und die Berichterstattung beeinträchtigen wird – gerade in einer Zeit, in der verlässliche Informationen über die beiden größten Volkswirtschaften der Welt ohnehin unter Druck stehen.
Für Peking bedeutet dieser Schritt eine Wiederaufnahme des harten Schlagabtauschs, der 2020 begann, als beide Länder Dutzende Journalisten des jeweils anderen auswiesen und die Visakontingente drastisch reduzierten. Obwohl beide Regierungen 2021 vereinbart hatten, die Presseakkreditierungen schrittweise wiederherzustellen, stellt die jüngste US-Entscheidung diese Entspannung wieder infrage. Chinesische Behörden argumentieren zudem, dass die Maßnahme gegen eine 2021 getroffene Dreipunkte-Vereinbarung zur Lockerung der Medienbeschränkungen verstößt.
Sollte China wie in der Vergangenheit reagieren, könnten Gegenmaßnahmen die Verkürzung der Aufenthaltsdauer für US-Korrespondenten in China, Verzögerungen bei Visaverlängerungen oder eine Begrenzung der Anzahl amerikanischer Journalisten auf dem Festland umfassen. Multinationale Unternehmen mit eigenen Medienabteilungen – etwa Bloomberg, Dow Jones und Reuters – beobachten die Entwicklung genau, da sie befürchten, dass der Zugang zu vor Ort erhobenen Wirtschafts- und Regulierungsinformationen eingeschränkt wird, was Investitionsentscheidungen erschweren könnte.
Praktische Empfehlung: Kommunikationsabteilungen und Risikomanager sollten sich auf eine verstärkte Kontrolle der Presseaktivitäten von Mitarbeitern einstellen, längere Vorlaufzeiten für die Verlängerung von Medienvisa in China einplanen und die Hinweise der Botschaften zu möglichen Gegemaßnahmen beobachten, die Geschäftsreisende mit Journalisten- oder Dokumentarfilm-Akkreditierungen betreffen könnten.
Die US-Regelung hebt das bisherige „Duration-of-Status“-System auf, das Medienvisa so lange gültig ließ, wie Journalisten akkreditiert waren. Chinesische Medien, die in den USA tätig sind, müssen nun vierteljährliche Verlängerungen beantragen, sich zusätzlichen Sicherheitsprüfungen unterziehen und riskieren, mitten in einer Berichterstattung ausgewiesen zu werden. Pressefreiheitsbefürworter auf beiden Seiten des Pazifiks warnen, dass diese Änderung die Besetzung von Büros erschweren, die Kosten für Redaktionen erhöhen und die Berichterstattung beeinträchtigen wird – gerade in einer Zeit, in der verlässliche Informationen über die beiden größten Volkswirtschaften der Welt ohnehin unter Druck stehen.
Für Peking bedeutet dieser Schritt eine Wiederaufnahme des harten Schlagabtauschs, der 2020 begann, als beide Länder Dutzende Journalisten des jeweils anderen auswiesen und die Visakontingente drastisch reduzierten. Obwohl beide Regierungen 2021 vereinbart hatten, die Presseakkreditierungen schrittweise wiederherzustellen, stellt die jüngste US-Entscheidung diese Entspannung wieder infrage. Chinesische Behörden argumentieren zudem, dass die Maßnahme gegen eine 2021 getroffene Dreipunkte-Vereinbarung zur Lockerung der Medienbeschränkungen verstößt.
Sollte China wie in der Vergangenheit reagieren, könnten Gegenmaßnahmen die Verkürzung der Aufenthaltsdauer für US-Korrespondenten in China, Verzögerungen bei Visaverlängerungen oder eine Begrenzung der Anzahl amerikanischer Journalisten auf dem Festland umfassen. Multinationale Unternehmen mit eigenen Medienabteilungen – etwa Bloomberg, Dow Jones und Reuters – beobachten die Entwicklung genau, da sie befürchten, dass der Zugang zu vor Ort erhobenen Wirtschafts- und Regulierungsinformationen eingeschränkt wird, was Investitionsentscheidungen erschweren könnte.
Praktische Empfehlung: Kommunikationsabteilungen und Risikomanager sollten sich auf eine verstärkte Kontrolle der Presseaktivitäten von Mitarbeitern einstellen, längere Vorlaufzeiten für die Verlängerung von Medienvisa in China einplanen und die Hinweise der Botschaften zu möglichen Gegemaßnahmen beobachten, die Geschäftsreisende mit Journalisten- oder Dokumentarfilm-Akkreditierungen betreffen könnten.
Quelle: Reuters (via MarketScreener)
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