
Spät am 16. Juli hat das britische Außenministerium (FCDO) seine Reisehinweise für Frankreich aktualisiert und auf fortlaufende 24-Stunden-Streiks des RATP-Metro- und Vorortbahn-Personals ab dem 18. Juli hingewiesen. Die Warnung weist darauf hin, dass sich die Streiks auf die Grenzpolizei-Gewerkschaften ausweiten könnten, die Überstundenvergütungen für die Umsetzung des EES am Eurotunnel und bei Eurostar-Ausgängen fordern. Die Aktualisierung betont erneut, dass Inhaber eines britischen Reisepasses mindestens drei Monate über das geplante Verlassen des Schengen-Raums hinaus gültige Pässe besitzen müssen. Da das EES in Frankreich noch nicht vollständig in Betrieb ist, werden Pässe weiterhin manuell abgestempelt – ein Verfahren, das Geschäftsreisende genau beobachten sollten, um die 90/180-Tage-Regel nicht zu überschreiten. Eurostar hat bereits Firmenkunden per E-Mail aufgefordert, ihre Mitarbeiter zu bitten, 60 Minuten vor Abfahrt am Bahnhof zu sein, solange die manuelle Stempelung gilt. Das Reise-Risikounternehmen Anvil berichtet von einer 15-minütigen Verzögerung bei der Abfertigung in London St Pancras, da die französische Grenzpolizei nun jeden Nicht-EU-Reisenden fotografiert. Arbeitgeber, die häufige Tagesreisen nach Paris organisieren, sollten bis zum Ende der Streiks auf virtuelle Meetings umsteigen. Wo Reisen unvermeidbar sind, sollten Mobilitätsteams die Passstempel elektronisch erfassen – viele Unternehmen nutzen inzwischen OCR-Apps, um Ein- und Ausreisestempel zu dokumentieren und mögliche Überschreitungen zu erkennen. Die britische Botschaft in Paris kündigt an, die Hinweise erneut zu aktualisieren, falls die Streiks beendet werden oder der französische Senat eine Notfallregelung zur Finanzierung des EES-Personals für die August-Spitzenzeit verabschiedet.
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