
Urlauber, die an diesem Wochenende nach Frankreich reisen, sehen sich erneut mit Unsicherheiten an der verkehrsreichsten Fährverbindung Großbritanniens konfrontiert. Am Freitag, den 17. Juli, erwartet der Hafen von Dover mehr als 7.500 Touristenautos und Tausende Lkw an den Check-in-Schaltern – genau zum Ferienbeginn der Schulen. Unter normalen Umständen wäre dieses Verkehrsaufkommen bewältigbar, doch 2026 steht die erste große Bewährungsprobe für das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union an – eine biometrische Grenzdatenbank, die künftig jeden Nicht-EU-Reisenden erfassen soll.
Obwohl Dover und die französische Polizei gemeinsam eine hochmoderne Abfertigungshalle im Wert von 40 Millionen Pfund errichtet haben, funktioniert die von Frankreich bereitgestellte Software zur Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsbildern noch nicht zuverlässig. Solange das Problem nicht behoben ist, müssen die Beamten auf britischem Boden auf ein langsameres, manuelles Registrierungsverfahren zurückgreifen. Die französische Grenzpolizei muss für jeden britischen Passinhaber manuell eine Akte anlegen, was pro Fahrzeug mehrere Minuten zusätzlich kostet. Die Hafenleitung warnt, dass selbst diese „Notlösung“ zu Rückstaus führen könnte, die sich bis auf die Autobahn M20 ausdehnen, wenn Autofahrer zu früh zu ihren Abfahrten erscheinen.
Die Fährgesellschaften DFDS, P&O und Irish Ferries haben Reisewarnungen herausgegeben und bitten Passagiere, nicht mehr als zwei Stunden vor Abfahrt am Hafen zu erscheinen und ausschließlich die ausgeschilderten Umleitungsstrecken zu nutzen. Eurotunnel, das ähnliche EES-Kioske in Folkestone und Calais installiert hat, rechnet zwar nicht mit Verzögerungen bei seinen Fahrzeug-Shuttles, räumt aber ein, dass auch seine multimillionenschwere Ausrüstung bis zur Behebung der französischen IT-Probleme ungenutzt bleibt.
Motoring-Organisationen warnen, dass die Auswirkungen weit über Kent hinaus spürbar sein werden. Verkehrsexperten von INRIX prognostizieren starke Staus auf den Autobahnen M25, M3 und M5, da rund 14 Millionen Freizeitfahrten starten. Fluggesellschaften bereiten sich auf einen Anstieg kurzfristiger Inlandsbuchungen vor, da Reisende mögliche Grenzwartezeiten meiden wollen, während Autovermieter von Cornwall bis in die Highlands eine Rekordnachfrage nach Fahrzeugen für den „Staycation“-Urlaub verzeichnen.
Für globale Mobilitätsmanager ist diese Situation eine weitere Erinnerung daran, dass Compliance-Projekte wie das EES – ursprünglich für 2022 geplant – sich verzögern können und so operative Herausforderungen für entsandte Mitarbeiter und Geschäftsreisende schaffen. Unternehmen werden daher geraten, ihre in Großbritannien stationierten Mitarbeiter über mögliche Verzögerungen an den Häfen zu informieren, flexible Check-in-Zeiten für die Kanal-Fähren zu organisieren und Nachweise über Auslandsbuchungen bereitzuhalten, falls bei manuellen Kontrollen zusätzliche Dokumente verlangt werden.
Obwohl Dover und die französische Polizei gemeinsam eine hochmoderne Abfertigungshalle im Wert von 40 Millionen Pfund errichtet haben, funktioniert die von Frankreich bereitgestellte Software zur Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsbildern noch nicht zuverlässig. Solange das Problem nicht behoben ist, müssen die Beamten auf britischem Boden auf ein langsameres, manuelles Registrierungsverfahren zurückgreifen. Die französische Grenzpolizei muss für jeden britischen Passinhaber manuell eine Akte anlegen, was pro Fahrzeug mehrere Minuten zusätzlich kostet. Die Hafenleitung warnt, dass selbst diese „Notlösung“ zu Rückstaus führen könnte, die sich bis auf die Autobahn M20 ausdehnen, wenn Autofahrer zu früh zu ihren Abfahrten erscheinen.
Die Fährgesellschaften DFDS, P&O und Irish Ferries haben Reisewarnungen herausgegeben und bitten Passagiere, nicht mehr als zwei Stunden vor Abfahrt am Hafen zu erscheinen und ausschließlich die ausgeschilderten Umleitungsstrecken zu nutzen. Eurotunnel, das ähnliche EES-Kioske in Folkestone und Calais installiert hat, rechnet zwar nicht mit Verzögerungen bei seinen Fahrzeug-Shuttles, räumt aber ein, dass auch seine multimillionenschwere Ausrüstung bis zur Behebung der französischen IT-Probleme ungenutzt bleibt.
Motoring-Organisationen warnen, dass die Auswirkungen weit über Kent hinaus spürbar sein werden. Verkehrsexperten von INRIX prognostizieren starke Staus auf den Autobahnen M25, M3 und M5, da rund 14 Millionen Freizeitfahrten starten. Fluggesellschaften bereiten sich auf einen Anstieg kurzfristiger Inlandsbuchungen vor, da Reisende mögliche Grenzwartezeiten meiden wollen, während Autovermieter von Cornwall bis in die Highlands eine Rekordnachfrage nach Fahrzeugen für den „Staycation“-Urlaub verzeichnen.
Für globale Mobilitätsmanager ist diese Situation eine weitere Erinnerung daran, dass Compliance-Projekte wie das EES – ursprünglich für 2022 geplant – sich verzögern können und so operative Herausforderungen für entsandte Mitarbeiter und Geschäftsreisende schaffen. Unternehmen werden daher geraten, ihre in Großbritannien stationierten Mitarbeiter über mögliche Verzögerungen an den Häfen zu informieren, flexible Check-in-Zeiten für die Kanal-Fähren zu organisieren und Nachweise über Auslandsbuchungen bereitzuhalten, falls bei manuellen Kontrollen zusätzliche Dokumente verlangt werden.
Quelle: The Guardian
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