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23-stündiger nationaler Streik legt Italo-Hochgeschwindigkeitsnetz am 9. und 10. Juli lahm

Juli 10, 2026
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23-stündiger nationaler Streik legt Italo-Hochgeschwindigkeitsnetz am 9. und 10. Juli lahm
Passagiere, die die privat betriebenen Hochgeschwindigkeitszüge von Italo NTV in Italien nutzen, müssen mit erheblichen Störungen rechnen. Die Gewerkschaft Uiltrasporti hat zu einem landesweiten 23-stündigen Streik von 3:00 Uhr am 9. Juli bis 2:00 Uhr am 10. Juli aufgerufen. Die erst vor vier Tagen angekündigte Arbeitsniederlegung betrifft das Bordpersonal und droht, zahlreiche Verbindungen auf der wichtigen Strecke Mailand–Rom–Neapel sowie grenzüberschreitende Verbindungen nach Frankreich, die dem Frecciarossa-Standard entsprechen, ausfallen zu lassen oder stark zu verzögern.

Uiltrasporti wirft dem Betreiber vor, Betriebsvereinbarungen zu verletzen, Züge unterbesetzt zu fahren und Vertragsverlängerungen trotz Rekordgewinnen im Jahr 2025 zu blockieren. Die Geschäftsführung weist die Vorwürfe zurück, hat jedoch eine Liste „treni garantiti“ (garantierte Züge) veröffentlicht, die während der gesetzlich geschützten Zeitfenster (06:00–09:00 und 18:00–21:00 Uhr) verkehren werden.

Italo bietet für vom Streik betroffene Fahrten kostenfreie Umbuchungen oder volle Rückerstattungen an und weist darauf hin, dass Reisende bei Verspätungen von über 60 Minuten automatisch die EU-weit vorgeschriebene Entschädigung erhalten. Firmen, die Dienstreisen organisieren, sollten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, die Reisepläne am Vortag zu überprüfen, großzügige Zeitpuffer für Termine einzuplanen und wenn möglich auf die Frecciarossa-Züge von Trenitalia auszuweichen, die nicht vom Streik betroffen sind.

23-stündiger nationaler Streik legt Italo-Hochgeschwindigkeitsnetz am 9. und 10. Juli lahm


Die Flugverbindungen zwischen Mailand Linate und Rom Fiumicino sind bereits nahezu ausgelastet, daher wird eine frühzeitige Buchung empfohlen. Kunden mit kombinierten Bahn-Flug-Tickets sollten beachten, dass Fluggesellschaften Zugausfälle in der Regel als eigenes Risiko der Passagiere werten, was bei verpassten Flügen zu Umbuchungsgebühren führen kann.

Nach italienischem Recht müssen Streiks mindestens fünf Tage im Voraus angekündigt werden und es müssen essentielle Servicezeiten eingehalten werden. Dennoch kommt es häufig zu Kaskadenverspätungen, die auch Stunden nach Ende des Streiks andauern können. Logistikunternehmen, die auf Italos Frachtraum im Gepäckbereich für Kurierdienste am selben Tag angewiesen sind, sollten auf Straßenverkehr oder Frachtdienste der Frecciarossa umsteigen, um Vertragsstrafen zu vermeiden.

Obwohl der Streik national ist, befördert Italo zunehmend internationale Touristen und Geschäftsreisende über die Strecke Paris–Lyon–Turin. Reiseverantwortliche sollten die Störungsseite von Italo sowie das Streikbulletin des Verkehrsministeriums für aktuelle Nachtupdates im Auge behalten, da die Gewerkschaften bei stockenden Verhandlungen weitere Aktionen im August angedeutet haben.
Quelle: Rai News 24

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