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USA kürzt Visa für ausländische Journalisten auf 240 Tage – nur 90 Tage für chinesische Medien

Juli 17, 2026
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USA kürzt Visa für ausländische Journalisten auf 240 Tage – nur 90 Tage für chinesische Medien
Das Weiße Haus bestätigte am 16. Juli, dass ausländische Journalisten, die in den USA arbeiten, künftig Visa mit einer maximalen Gültigkeitsdauer von 240 Tagen erhalten – deutlich weniger als die bisher üblichen mehrjährigen Zeiträume. Für Reporter aus der Volksrepublik China wird die Aufenthaltsdauer sogar auf 90 Tage verkürzt, mit der Möglichkeit einer Verlängerung nach Ermessen des Heimatschutzministeriums (DHS). Die Regierung begründet die Maßnahme damit, dass Pressevisa nun mit anderen kurzfristigen Beschäftigungskategorien in Einklang gebracht werden und Einwanderungsbeamte so häufiger die Möglichkeit haben, Antragsteller zu überprüfen. Zudem werden Bedenken hinsichtlich Spionage und „Propagandaaktivitäten“ staatlich kontrollierter Medien genannt. Pressefreiheit-Organisationen kritisieren, dass diese Regelung das US-Engagement für eine freie Presse untergräbt und zu Gegenschritten im Ausland führen könnte. Das chinesische Außenministerium drohte umgehend mit „wechselseitigen Gegenmaßnahmen“ und deutete neue Akkreditierungshürden für US-Korrespondenten in Peking und Shanghai an. US-basierte Medienorganisationen befürchten, dass ein Visakampf die Berichterstattung über die Asienspiele 2027 und die Provinzwahlen in China 2026 beeinträchtigen könnte. Kleinere Medien stehen vor der logistischen Herausforderung, Personal alle drei bis acht Monate auszutauschen. Für Unternehmenskommunikationsteams könnte die Entscheidung die Möglichkeiten zur Medienpräsenz einschränken: Journalisten mit kürzeren Visa haben weniger Zeit, US-Quellen aufzubauen oder spezialisierte Themen zu bearbeiten. Unternehmen mit eigenen Auslandskorrespondenten müssen mit zusätzlichen Anwaltskosten und möglichen Lücken in der Gehaltszahlung zwischen den Verlängerungen rechnen. Arbeitgeber sollten ihre betroffenen Mitarbeiter daran erinnern, dass die Arbeitserlaubnis mit der Visa-Gültigkeit endet; ein Verbleib über das erlaubte Datum hinaus führt zu Einreiseverboten. Praktische Tipps: Verlängerungsanträge 45 Tage vor Ablauf stellen; eine Reisedokumentation führen, um den Status als legitime Medienvertreter zu belegen; und für längere Dokumentarprojekte mit ausgedehnten Produktionszeiten alternative I-Visa in Betracht ziehen.
Quelle: Associated Press

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