
Hochrangige Vertreter des Weißen Hauses sowie der Ministerien für Energie, Verkehr und Inneres trafen sich diese Woche, um über eine Verlängerung des seit über hundert Jahren geltenden Jones Act zu beraten. Dieses Gesetz verbietet es ausländischen Schiffen, Waren zwischen US-Häfen zu transportieren. Die vorübergehende Aussetzung – erstmals am 17. März erlassen und derzeit bis zum 16. August befristet – erlaubt es ausländischen Tankern und Frachtschiffen, Treibstoff, Dünger und andere Güter entlang der Küste zu befördern. Dies stärkt die inländische Transportkapazität, während die Ölpreise auf die erneuten Spannungen zwischen den USA und dem Iran reagieren. Quellen berichteten Reuters am 15. Juli, dass Präsident Trump einer geografisch begrenzten Verlängerung offen gegenübersteht, die energieempfindliche Regionen wie Neuengland und Puerto Rico weiterhin vor Versorgungsengpässen schützen soll. Gleichzeitig soll so Kritik von Gewerkschaften und Werften begegnet werden, die argumentieren, dass die Aussetzung die nationalen Sicherheitsinteressen im Schiffsverkehr untergräbt. Die Rohölpreise pendeln seit der letzten Woche, als iranische Streitkräfte und US-Einheiten im Golf von Hormus Raketenangriffe austauschten, um die Marke von rund 80 Dollar pro Barrel. Für Manager im Bereich globale Mobilität ist die Entscheidung wichtig, da die Aussetzung auch die Beschränkungen für kleine Passagierfähren und Offshore-Versorgungsschiffe lockert, die rotierende Arbeitskräfte im Golf von Mexiko und Alaska unterstützen. Betreiber ausländisch besetzter Schiffe konnten diese innerhalb der US-Gewässer ohne aufwändige Küstenverkehrsgenehmigungen verlegen, was die Wechselzeiten der Besatzungen um bis zu drei Tage verkürzte. Ein Auslaufen der Aussetzung würde Unternehmen zwingen, auf teurere und begrenzte US-Flaggschiffe zurückzugreifen oder Umleitungen über ausländische Häfen in Kauf zu nehmen. Handelsbehörden und Logistikunternehmen sollten eine Entscheidung noch vor Monatsende erwarten; Rechtsberater empfehlen, für alle ausländischen Schiffe, die nach dem 16. August weiterhin im Küstenverkehr eingesetzt werden sollen, Zertifikate der Dokumentation zu sichern. Selbst bei einer dritten Verlängerung könnte die Regierung laut Quellen sensible Frachtarten ausschließen oder Meldepflichten einführen, um den Kongress zu besänftigen.
Quelle: Reuters via MarketScreener
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