
Joan Capdevila, Linksverteidiger der spanischen Weltmeistermannschaft von 2010, sollte an diesem Wochenende als VIP-Gast der Königlichen Spanischen Fußballföderation nach New York fliegen. Stattdessen erfuhr der 46-Jährige, dass sein Antrag auf das elektronische US-Reisesystem (ESTA) abgelehnt wurde, weil er einst ein Benefizspiel in Teheran bestritten hatte. Nach den seit 2016 verschärften US-Regeln ist jeder, der nach März 2011 Iran, Irak, Syrien, Nordkorea, Sudan, Libyen, Somalia oder Jemen besucht hat, von der visafreien Einreise ausgeschlossen und muss ein reguläres B-Visum bei einem Konsulat beantragen. Diese Regelung überrascht viele Spanier, die normalerweise problemlos eine ESTA-Genehmigung erhalten. Capdevilas öffentlicher Appell in den sozialen Medien, in dem er Präsident Donald Trump markierte, ging viral, doch Experten warnen, dass vor dem WM-Finale am Sonntag kaum mit einer Ausnahme zu rechnen ist. Der Fall ist eine Warnung für spanische Führungskräfte, Sportler und Filmteams mit früheren Reisen in sanktionierte Länder. Reisebüros empfehlen, bei Aufenthalten in Iran oder ähnlichen Ländern frühzeitig ein US-Visum zu beantragen. Das übliche B-1/B-2-Verfahren erfordert derzeit eine Wartezeit von 60 bis 90 Tagen für ein Interview in der US-Botschaft in Madrid sowie mögliche zusätzliche Verwaltungsprüfungen.
Quelle: El Español
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