
Zypern treibt die Aufnahme in den Schengen-Raum deutlich schneller voran als bisher erwartet – bereits Anfang 2028 soll die vollständige Mitgliedschaft erreicht sein. Recherchen von Kathimerini Cyprus zeigen, dass die Regierung Christodoulides darauf abzielt, im September vom EU-Rat eine politische Zustimmung zu erhalten, um innerhalb der nächsten 18 Monate die internen Grenzkontrollen auf der Insel aufzuheben.
Technisch hat Zypern bereits über 120 Empfehlungen erfüllt, die Datenschutz, Visavergabe, Luftgrenzensicherheit und den Betrieb großer EU-IT-Systeme (SIS, VIS und EURODAC) betreffen. Die größere Herausforderung liegt nun auf politischer Ebene: Alle 26 aktuellen Schengen-Mitglieder davon zu überzeugen, dass die „besonderen Umstände“ der Insel – die von der UN überwachte Grüne Linie, die britischen Hoheitsgebiete und die anhaltende türkische Besetzung des Nordens – keine Schlupflöcher für irreguläre Migration schaffen.
Beamte in Nikosia betonen, dass der Schengen-Beitritt nicht zu strengen Kontrollen an den Übergängen zwischen dem von der Regierung kontrollierten Süden und dem türkisch besetzten Norden führen wird. Stattdessen setzt Zypern auf die bestehenden Kontrollen gemäß der Grünen-Linien-Verordnung, verbesserte Überwachungstechnologien und den Informationsaustausch mit Frontex. Diplomaten verweisen auf den jüngsten Beitritt Kroatiens als Beleg dafür, dass nicht zusammenhängende EU-Inseln Sicherheitsbedenken überwinden können. Allerdings ist zu erwarten, dass Zypern besonders von Österreich, den Niederlanden und Deutschland, die traditionell eine harte Linie in der Migrationspolitik verfolgen, genauer unter die Lupe genommen wird.
Für zypriotische Bürger und Einwohner ist der Gewinn erheblich: visafreies Reisen in 27 EU-/EWR-Staaten ohne lange Passkontrollen an Flughäfen, Anerkennung zypriotischer Aufenthaltstitel im gesamten Schengen-Raum und ein möglicher Tourismusschub. Fluggesellschaften und Reiseveranstalter fordern bereits mehr Slots an den Flughäfen Larnaka und Paphos und rechnen mit zweistelligem Passagierwachstum, sobald die Grenzformalitäten entfallen.
Unternehmen sollten sich dennoch auf veränderte Abläufe einstellen. Nach dem Schengen-Beitritt wird Zypern einheitliche Schengen-C-Visa statt nationaler C-Visa ausstellen, und Arbeitgeber müssen für neue ausländische Mitarbeiter D-Visa beantragen. Firmen mit Drittstaatsangehörigen in lokalen Verträgen müssen sicherstellen, dass deren Aufenthaltstitel automatisch „Schengen-kompatibel“ werden, bevor Geschäftsreisen innerhalb Europas geplant werden.
Technisch hat Zypern bereits über 120 Empfehlungen erfüllt, die Datenschutz, Visavergabe, Luftgrenzensicherheit und den Betrieb großer EU-IT-Systeme (SIS, VIS und EURODAC) betreffen. Die größere Herausforderung liegt nun auf politischer Ebene: Alle 26 aktuellen Schengen-Mitglieder davon zu überzeugen, dass die „besonderen Umstände“ der Insel – die von der UN überwachte Grüne Linie, die britischen Hoheitsgebiete und die anhaltende türkische Besetzung des Nordens – keine Schlupflöcher für irreguläre Migration schaffen.
Beamte in Nikosia betonen, dass der Schengen-Beitritt nicht zu strengen Kontrollen an den Übergängen zwischen dem von der Regierung kontrollierten Süden und dem türkisch besetzten Norden führen wird. Stattdessen setzt Zypern auf die bestehenden Kontrollen gemäß der Grünen-Linien-Verordnung, verbesserte Überwachungstechnologien und den Informationsaustausch mit Frontex. Diplomaten verweisen auf den jüngsten Beitritt Kroatiens als Beleg dafür, dass nicht zusammenhängende EU-Inseln Sicherheitsbedenken überwinden können. Allerdings ist zu erwarten, dass Zypern besonders von Österreich, den Niederlanden und Deutschland, die traditionell eine harte Linie in der Migrationspolitik verfolgen, genauer unter die Lupe genommen wird.
Für zypriotische Bürger und Einwohner ist der Gewinn erheblich: visafreies Reisen in 27 EU-/EWR-Staaten ohne lange Passkontrollen an Flughäfen, Anerkennung zypriotischer Aufenthaltstitel im gesamten Schengen-Raum und ein möglicher Tourismusschub. Fluggesellschaften und Reiseveranstalter fordern bereits mehr Slots an den Flughäfen Larnaka und Paphos und rechnen mit zweistelligem Passagierwachstum, sobald die Grenzformalitäten entfallen.
Unternehmen sollten sich dennoch auf veränderte Abläufe einstellen. Nach dem Schengen-Beitritt wird Zypern einheitliche Schengen-C-Visa statt nationaler C-Visa ausstellen, und Arbeitgeber müssen für neue ausländische Mitarbeiter D-Visa beantragen. Firmen mit Drittstaatsangehörigen in lokalen Verträgen müssen sicherstellen, dass deren Aufenthaltstitel automatisch „Schengen-kompatibel“ werden, bevor Geschäftsreisen innerhalb Europas geplant werden.
Quelle: KNEWS / Kathimerini Cyprus