
Henley & Partners feierte am 21. Juli 2026 das 20-jährige Jubiläum seines Passport Index und zeigte, dass der durchschnittliche Reisepass heute visafreien Zugang zu 108 Zielen bietet – fast doppelt so viele wie die 58 im Jahr 2006. Die USA, die 2006 noch an der Spitze standen, belegen heute nur noch den 10. Platz und sind eine der wenigen Spitzenpässe, die für China weiterhin ein Visum erfordern. Diese Erkenntnisse sind für multinationale Unternehmen von Bedeutung: Amerikanische Führungskräfte genießen zwar eine breite globale Mobilität, stehen jedoch in stärkerem Wettbewerb mit Inhabern von Pässen aus Singapur, Japan und zunehmend den Vereinigten Arabischen Emiraten, deren Dokumente bis zu 192 Ziele visafrei zugänglich machen. Unternehmen, die regionale Zentren oder Rotationsstellen planen, sollten daher die Staatsbürgerschaftsprofile bei der Besetzung globaler Positionen berücksichtigen. Analysten führen die stockenden US-Reziprozitätsverhandlungen mit Schwellenländern und die langsamen Erweiterungen des Visa Waiver Program als hemmende Faktoren an. Gleichzeitig zeigt die Studie eine starke Korrelation (ρ = 0,65) zwischen Friedlichkeit und Reisepassstärke, wobei die USA und Israel Ausnahmen bilden – sie genießen trotz niedriger Friedenswerte hohe Reisefreiheit. Für die Personalabteilungen ist das Ranking eine Erinnerung daran, für China und andere visapflichtige Länder mehr Vorlaufzeit einzuplanen. Vermögensberater verzeichnen ein wachsendes Interesse wohlhabender Amerikaner an „Staatsbürgerschaft durch Investition“, um ihre Mobilität auf Top-Niveau zurückzugewinnen. Henley kündigt an, diese Trends auf dem bevorstehenden Safe Haven Forum zu diskutieren, bei dem politische Entscheidungsträger debattieren werden, ob die geopolitische Volatilität die globale Mobilitätslücke in den nächsten zwei Jahrzehnten vergrößern oder verkleinern wird.
Quelle: PR Newswire / Henley & Partners