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Spitzenstaus in der Ferienzeit: Österreich warnt Autofahrer vor längeren Wartezeiten an den südlichen Grenzen

Juli 23, 2026
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Spitzenstaus in der Ferienzeit: Österreich warnt Autofahrer vor längeren Wartezeiten an den südlichen Grenzen
Mit dem Beginn der Sommerferien in den letzten österreichischen Bundesländern und zahlreichen internationalen Veranstaltungen warnen der österreichische Automobilclub ÖAMTC und das Innenministerium am 22. Juli 2026 parallel davor, dass der grenzüberschreitende Straßenverkehr an diesem Wochenende seinen Sommerhöhepunkt erreichen wird. Der regionale Sender ORF Oberösterreich berichtet, dass Stau-Hotspots unter anderem die A8 Innkreis-Autobahn bei Suben (deutsche Grenze), die A9 Pyhrn-Autobahn nahe dem Bosruck-Tunnel (Richtung Slowenien/Kroatien) sowie die A7 Mühlkreis-Autobahn in Linz sind, wo ab dem 27. Juli eine vollständige Rampensperrung den Verkehr durch die Stadt lenken wird. Besonders Suben hat sich als Druckventil für den Ferienverkehr zur Adriaküste Italiens und zu den nördlichen kroatischen Urlaubsorten etabliert, nachdem Deutschland und Österreich Anfang des Jahres die stichprobenartigen Grenzkontrollen wieder eingeführt haben. Obwohl die Schengen-Regeln vorübergehende Kontrollen bis Mitte September erlauben, räumen die Polizeibehörden ein, dass an den Spitzenzeiten nur drei offene Spuren für die manuelle Passkontrolle zur Verfügung stehen. Am vergangenen Samstagnachmittag reichten die Warteschlangen in Oberösterreich bis zu 12 Kilometer zurück; die Wartezeiten überstiegen zwei Stunden. Das Innenministerium setzt in den nächsten vier Wochenenden zusätzlich 90 Beamte in Suben und Spielfeld (Steiermark/Slowenien) ein und testet einen „Vorab-Kontrollkorridor“, in dem Familien mit Kindern ihre Pässe vorab unter einem Zelt scannen können. Das Pilotprojekt mit Polizeianwärtern orientiert sich an Fast-Track-Spuren an Flughäfen und könnte bei Erfolg dauerhaft im nächsten Sommer eingeführt werden. Geschäftsreisende und Logistikunternehmen bereiten sich auf Folgewirkungen vor. Der Linzer Spediteur Gartner KG teilte dem ORF mit, dass jede zusätzliche Stunde Stau auf der A9 etwa 12.000 Euro an Überstunden für Fahrer und Kühlkraftstoff für den Balkan-Frischwarenverkehr kostet. Einige Verlader weichen trotz längerer Strecken über die Slowakei und Ungarn aus, in der Hoffnung auf weniger unvorhersehbare Wartezeiten. Die Behörden raten privaten Autofahrern, die am Freitagnachmittag oder Samstagvormittag in Richtung Süden unterwegs sind, die festen Kontrollzeiten (05:00–11:00 und 16:00–21:00 Uhr) zu meiden und möglichst Snacks und Wasser mitzuführen. Der Verkauf der digitalen Vignette stieg in den ersten drei Juliwochen im Jahresvergleich um 27 %, was darauf hindeutet, dass viele Reisende den Aufruf befolgt haben, Mautgebühren im Voraus online zu erwerben, anstatt an Grenzshops anzuhalten.
Quelle: ORF Oberösterreich

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