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EU-UK-Gipfel beginnt in Brüssel: Jugendaustausch steht bei Österreich ganz oben auf der Agenda

Juli 23, 2026
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EU-UK-Gipfel beginnt in Brüssel: Jugendaustausch steht bei Österreich ganz oben auf der Agenda
Brüssel öffnete heute seine Türen für den zweiten EU-UK-Gipfel nach dem Brexit, ein Treffen, das bewusst auf den 22. Juli gelegt wurde, um mit dem zehnten Jahrestag des Referendums von 2016 zusammenzufallen. Für Österreichs international tätige Arbeitgeber und ihre mobile Belegschaft steht vor allem ein Entwurf für ein Abkommen über Jugendmobilität und Unternehmenspraktika im Fokus, das eine begrenzte Freizügigkeit für 18- bis 30-Jährige sowie für kurzfristige innerbetriebliche Praktikanten wiederherstellen könnte. Obwohl der Text des Abkommens seit über einem Jahr verhandelt wird, besteht die neue britische Regierung bisher auf einer strengen jährlichen Obergrenze, während die europäische Seite – mit starker Unterstützung aus Österreich, Irland und den Niederlanden – eine Zahl anstrebt, die sich am Arbeitsmarktbedarf orientiert. Wiens Diplomaten erklärten gegenüber der Presse, dass Österreich eine EU-weite Obergrenze unter 20.000 als „wirtschaftlich irrelevant“ ansehen würde, da sie nicht einmal den saisonalen und Absolventen-Praktikumsbedarf der österreichischen Mittelstands-Exporteure ins Vereinigte Königreich abdecken würde. Sollte in den nächsten zwei Tagen eine Einigung erzielt werden, könnten österreichische Staatsbürger im Alter von 18 bis 30 Jahren bis zu zwei Jahre ohne Unternehmenssponsoring im Vereinigten Königreich leben und arbeiten, und britische Absolventen könnten für bis zu 12 Monate an österreichische Tochtergesellschaften entsandt werden. Dies würde die durch das Ende der Freizügigkeit im Jahr 2021 entstandene Bürokratie erleichtern und könnte als Modell für ähnliche Abkommen mit Kanada und Australien dienen, zwei weitere Prioritäten, die in Wiens Mobilitätsstrategie 2025 genannt werden. Praktisch sollten sich Personalabteilungen jetzt vorbereiten: Das britische Innenministerium plant, die neue Visakategorie über sein bestehendes mobiles App-System zu verwalten, was weiterhin biometrische Pässe, einen Nachweis der Krankenversicherung und eine Gebühr von 259 Euro erfordert. Österreichische Unternehmen, die Praktikanten entsenden, müssen sich zudem im UK Sponsor Management Portal registrieren. Einwanderungsberater warnen, dass bei Überschreitung der Obergrenze die Plätze per elektronischer Auslosung vergeben werden – was im ersten Jahr nahezu sicher ist. Für Unternehmen, die auf schnelle Talentvermittlung angewiesen sind, bleibt die Absicherung über die ICT- oder Service Supplier-Routen ratsam, bis die endgültigen Zahlen feststehen.
Quelle: Best for Britain (analysis of summit date)

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