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Österreich und Ungarn intensivieren gemeinsame Anti-Schmuggel-Operation bei Treffen in Wien

Juli 24, 2026
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Österreich und Ungarn intensivieren gemeinsame Anti-Schmuggel-Operation bei Treffen in Wien
Österreich stärkte am 23. Juli 2026 seine Sicherheitskooperation mit dem Nachbarland Ungarn, als Innenminister Gerhard Karner seinen neuen ungarischen Amtskollegen Gábor Pósfai zu den ersten bilateralen Gesprächen in einem EU-Mitgliedstaat nach Wien einlud. Obwohl das Treffen nur wenige Stunden dauerte, einigten sich beide Seiten auf einen detaillierten Aktionsplan zur Ausweitung der grenzüberschreitenden Polizeieinheit „Operation Fox“. Diese Einheit setzt österreichische Beamte entlang wichtiger Autobahn-, Bahn- und Nebenstraßenkorridore auf ungarischem Boden ein, die die sogenannte Westbalkan-Route bedienen. Karner berichtete, dass seit Beginn des Projekts im Dezember 2022 bereits 251 mutmaßliche Menschenschmuggler festgenommen wurden. Die Zahl der aufgegriffenen irregulären Migranten in Österreichs Burgenland sank von 3.700 pro Woche während der Krise 2022 auf nur noch fünf in der zweiten Juliwoche dieses Jahres. Die Minister vereinbarten, zusätzliche Motorradstreifen einzusetzen und während des sommerlichen Spitzenverkehrs eine gemeinsame mobile Einsatzzentrale zu betreiben, da Schmuggler dann häufig versuchen, sich unter den Urlaubsverkehr zu mischen. Zudem befürworteten sie einen engeren Datenaustausch zwischen dem Bundeskriminalamt in Wien und dem ungarischen Terrorabwehrzentrum, um Fingerabdrücke und Fahrzeugkennzeichen in Echtzeit mit dem Schengener Informationssystem (SIS) und Interpol-Daten abzugleichen. Diese Maßnahme soll mit dem neuen EU-Ein- und Ausreisesystem (EES) harmonieren, das im November an allen österreichischen Flughäfen voll einsatzfähig sein wird. Firmenreisende wurden darauf hingewiesen, dass auch innerhalb des Schengen-Raums mit spontanen Kontrollen am Straßenrand zu rechnen ist. Über die Grenzpolizei hinaus besprachen Karner und Pósfai den Fortschritt bei EU-weiten Plänen für externe „Rückführungszentren“, in denen abgelehnte Asylbewerber schneller bearbeitet und zurückgeführt werden können. Österreich arbeitet bereits mit Deutschland, Dänemark, Griechenland und den Niederlanden an einem Pilotprojekt, und Budapest zeigte Interesse an einem Beitritt zur Koalition. Eine ungarische Beteiligung würde Österreich einen weiteren Verbündeten verschaffen, wenn die Verhandlungen über den EU-Asyl- und Migrationspakt unter der belgischen Ratspräsidentschaft im nächsten Jahr in die technische Umsetzungsphase gehen. Für multinationale Unternehmen, die auf die ungarischen und österreichischen Produktionscluster angewiesen sind, bringt die erneuerte Partnerschaft mehr Planungssicherheit für den gewerblichen Straßengüterverkehr. Lkw-Fahrer hatten sich darüber beschwert, dass improvisierte Migrantensuchen in den Jahren 2024 und 2025 die Transitzeiten zwischen Wien und Győr um bis zu zwei Stunden verlängerten und teure Sicherheitsbegleitungen erforderlich machten. Die Behörden versprechen nun, Kontrollen auf vordefinierte Engpässe zu konzentrieren und durch Kennzeichenerkennungskameras zu unterstützen, um flächendeckende Stopps zu vermeiden. Karner betonte die politische Symbolik des Besuchs: Ungarn wählte Österreich für seinen ersten bilateralen Besuch in einem EU-Mitgliedstaat nach der Regierungsbildung im Mai – ein Zeichen, das Wien hofft, die Zusammenarbeit in Migration und Sicherheit von den breiteren Rechtsstaatsstreitigkeiten innerhalb der EU abzuschirmen. Die nächste Fortschrittsüberprüfung ist für Oktober in Győr geplant, wo beide Minister neue gemeinsame Streifenfahrzeuge besichtigen werden, die aus dem EU-Innenfonds für Sicherheit finanziert werden.
Quelle: Austrian Federal Ministry of the Interior

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