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China veröffentlicht Zahlen für das erste Halbjahr 2026: 22,9 Millionen ausländische Ankünfte, 78 % visafrei

Juli 25, 2026
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China veröffentlicht Zahlen für das erste Halbjahr 2026: 22,9 Millionen ausländische Ankünfte, 78 % visafrei
Bei einer Pressekonferenz des Staatsrats am 24. Juli gab der stellvertretende Minister für öffentliche Sicherheit, Qi Yanjun, bekannt, dass in der ersten Hälfte des Jahres 2026 insgesamt 22,91 Millionen Ausländer in das chinesische Festland eingereist sind – ein Anstieg von 20,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Davon kamen 17,82 Millionen, also 77,7 %, im Rahmen der ausgeweiteten visafreien und Transit-ohne-Visum-Programme (TWOV) nach China. Die Daten bestätigen, dass das einseitige 30-tägige visafreie Einreiseprogramm Pekings – das inzwischen 50 Länder, darunter Kanada und Großbritannien, umfasst – weiterhin die Nachfrage im Geschäfts- und Freizeitbereich ankurbelt. Südkorea, Russland, Malaysia, Vietnam und Thailand waren die fünf wichtigsten Herkunftsmärkte, was die Bedeutung der Kurzstreckenverbindungen in Asien unterstreicht. Die Einwanderungsbehörden bearbeiteten insgesamt 369 Millionen grenzüberschreitende Passagierbewegungen – ein Rekord für den Zeitraum Januar bis Juni. Qi hob mehrere politische Pilotprojekte hervor, die die Mobilität weiter verbessern sollen: Seit April sind landesweit elektronische Grenzgebietsgenehmigungen in Betrieb; sieben Provinzen testen eine app-basierte Registrierung von Ausländern in nicht-hotellischen Unterkünften; und an ausgewählten Grenzübergängen zwischen Hongkong und Shenzhen wurden „One-Stop“-Fahrspuren mit Gesichtserkennung und Iris-Scan eingeführt. Diese digitalen Neuerungen unterstützen die Regierungsinitiative „Internet + Einwanderung“, nach der bis 2030 mehr als 95 % der Ein- und Ausreisendienste papierlos abgewickelt werden sollen. Für globale Mobilitätsteams sind die Zahlen aus drei Gründen relevant: Erstens deuten sie auf verkürzte Vorlaufzeiten für Reisen nach China hin – visafreie Einreisen machen mittlerweile den Großteil der Besuche aus. Zweitens lassen sie vermuten, dass die Warteschlangen an Flughäfen im Herbst länger sein könnten als seit 2019, was Schnellabfertigungsdienste an den Flughäfen Shanghai oder Peking lohnenswert macht. Drittens zeigen sie, dass die Behörden weiterhin auf Compliance achten: Ausländer müssen ihre Adresse innerhalb von 24 Stunden registrieren, doch die neuen Online-Tools erleichtern dies erheblich. Für die Zukunft deuteten die Beamten an, dass weitere europäische und ASEAN-Länder „auf Grundlage der Gegenseitigkeit“ in die Liste der 30-tägigen visafreien Einreise aufgenommen werden könnten. Unternehmen sollten daher Muster-Einladungsschreiben bereithalten, falls bilaterale Verhandlungen ins Stocken geraten und Visa kurzfristig wieder eingeführt werden müssen.
Quelle: Yicai Global

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