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EU-Ein- und Ausreisesystem erreicht 100-Tage-Marke – Das müssen Reisende nach Frankreich wissen

Juli 28, 2026
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EU-Ein- und Ausreisesystem erreicht 100-Tage-Marke – Das müssen Reisende nach Frankreich wissen
Nur etwas mehr als 100 Tage nach dem Start ist das biometrische Ein- und Ausreisesystem (EES) der EU von der Pilotphase in den Vollbetrieb an allen externen Schengen-Grenzübergängen übergegangen, einschließlich der Flughäfen, Seehäfen und Landgrenzen Frankreichs. Laut der Generaldirektion Migration und Inneres der Europäischen Kommission wurden bereits über 145 Millionen Ein- und Ausreisen erfasst. Die Datenbank ersetzt das bisherige Stempeln im Pass durch einen einzigen biometrischen Scan (vier Fingerabdrücke plus ein Gesichtsbild) und berechnet automatisch die verbleibenden Schengen-Tage für jeden Kurzzeitbesucher.

Während der Übergang an Paris-Charles-de-Gaulle und anderen großen französischen Verkehrsknotenpunkten reibungslos verlief, sind viele Reisende noch unsicher, wer biometrische Daten abgeben muss. Die Kommission stellt klar, dass EU-/EWR-Bürger, Inhaber von französischen oder anderen Schengen-Langzeitvisa sowie Personen mit gültiger französischer oder EU-Aufenthaltskarte vollständig von der EES-Registrierung befreit sind. Ein praktisches Beispiel: Ein marokkanischer Ehepartner eines französischen Staatsbürgers, der mit einer französischen Aufenthaltskarte reist, nutzt weiterhin die manuelle Spur ohne Fingerabdrücke. Im Gegensatz dazu müssen Touristen und Geschäftsreisende mit 90-Tage-Schengenvisa sich bei ihrem ersten Grenzübertritt registrieren, unabhängig vom Verkehrsmittel oder Beförderer.

EU-Ein- und Ausreisesystem erreicht 100-Tage-Marke – Das müssen Reisende nach Frankreich wissen


Grenzbeamte in Frankreich berichten, dass die größten Vorteile bisher schnellere Wiederholungsübertritte für häufige Geschäftsreisende und automatisierte „Überziehungs“-Warnungen sind, die den Verwaltungsaufwand für die Polizei an den Grenzen reduzieren. Fluggesellschaften am Flughafen CDG melden Zeitersparnisse von bis zu sechs Minuten pro Nicht-EU-Passagier bei Nutzung der Smart-Gates. Mittelfristig plant das Innenministerium, die EES-Daten mit France-Visas zu verknüpfen, sodass Überzieher automatisch zukünftige Termine verweigert werden können.

Firmen, die Mitarbeiter auf Kurzzeitmissionen nach Frankreich entsenden, sollten ihre Reisebriefings umgehend anpassen: Die Ankunft sollte mit ausreichend Pufferzeit geplant werden (die erste Registrierung dauert zwei bis drei Minuten länger als ein manueller Stempel) und die Reisenden sollten bereit sein, Masken oder Kopfbedeckungen für die Gesichtserfassung abzunehmen. Unternehmen, die Nicht-EU-Mitarbeiter mit „Passeport Talent“ oder anderen Langzeitgenehmigungen beschäftigen, können ihre Mitarbeiter beruhigen, dass diese vom System ausgenommen sind, sollten aber dennoch ihre Aufenthaltskarten mitführen.

Blick in die Zukunft: Die französischen Behörden testen derzeit ein verbessertes „EES-FR“-Dashboard, das großen Arbeitgebern in Echtzeit ermöglicht zu überprüfen, ob externe Berater noch Tage innerhalb der 90/180-Tage-Regel haben – eine Neuerung, die voraussichtlich vor der Expo Paris 2027 eingeführt wird.
Quelle: European Commission – DG Migration & Home Affairs

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