
Die spanische Tourismusförderagentur Turespaña eröffnete am 14. September in Pamplona die „Jornadas Inversas Europa – Slow Travel 2026“. Bei der Veranstaltung kamen 70 spanische Tourismusorganisationen und 75 europäische Reiseveranstalter zusammen. Das B2B-Forum, das bis zum 18. September läuft, legt den Fokus auf Natur-, ländliche und hochwertige Kulturerlebnisse – Segmente, die als weniger anfällig für Massentourismus-Kritik und klimabedingte Störungen gelten. Für Planer von Geschäftsreisen signalisiert das Event Spaniens strategische Ausrichtung auf längere Aufenthalte mit geringerem CO2-Fußabdruck, was gut zu den ESG-getriebenen Reise-Richtlinien vieler Unternehmen passt. Die Regionalregierung von Navarra präsentierte Bahnverbindungen, die Madrid und Barcelona mit kleineren Städten verbinden und so eine Alternative zu Kurzstreckenflügen bieten. Hotelketten nutzten die Gelegenheit, „Work-from-anywhere“-Pakete vorzustellen, die mit Spaniens Digitalnomaden-Visum kompatibel sind und Co-Working-Pässe sowie Kinderbetreuung für Expat-Familien integrieren – ein Zeichen dafür, dass Freizeit- und Geschäftsreisen zunehmend verschmelzen. Europäische Einkäufer aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den nordischen Ländern lobten Spaniens Bemühungen, das Angebot über Sonne-und-Strand-Produkte hinaus zu diversifizieren. Laut Turespaña stammen über 80 % der Ankünfte und fast drei Viertel der Ausgaben europäischer Touristen, was Europa zu einem zentralen Pfeiler der Erholungspläne nach der Pandemie macht. Die spanischen Aussteller erwarten, dass die Gespräche Verträge im Wert von über 45 Millionen Euro generieren und unterstreichen damit die wachsende Bedeutung von Erlebnisreisen in Firmenanreizprogrammen.
Quelle: Profesional Andalucía