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EU-Visaarbeitsgruppe diskutiert Erhöhung der Schengen-Gebühr; Spanien prüft Konsularbelastung

Sept. 15, 2026
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EU-Visaarbeitsgruppe diskutiert Erhöhung der Schengen-Gebühr; Spanien prüft Konsularbelastung
Delegierte aus allen 27 Mitgliedstaaten trafen sich am Montag, den 14. September, in Brüssel zur jüngsten Sitzung der Visa-Arbeitsgruppe des Rates. Ein zentrales Thema für Spanien war dabei ein Diskussionspapier der Kommission, das erstmals seit 2020 eine Erhöhung der Gebühren für Kurzaufenthaltsvisa im Schengen-Raum vorsieht. Diplomatische Quellen zufolge schlägt das Papier vor, die Grundgebühr von 80 auf 100 Euro anzuheben, um die Inflation auszugleichen und IT-Modernisierungen wie die lang erwartete EU-Visaplatzplattform zu finanzieren. Die Innen- und Außenministerien Spaniens zeigten sich grundsätzlich offen, warnten jedoch, dass höhere Preise die Nachfrage aus lateinamerikanischen Märkten dämpfen könnten, wo der Euro bereits stark ist und spanische Konsulate viele Kategorie-C-Visa für Kreuzfahrtbesatzungen und Saisonkräfte ausstellen. Konsularische Verantwortliche befürchten zudem, dass eine Gebührenerhöhung den Übergang zum künftigen Europäischen Reiseinformations- und Genehmigungssystem (ETIAS) für visumfreie Reisende beschleunigen könnte – was Einnahmen schmälern, aber die Verwaltungsaufwände unverändert lassen würde. Reiseveranstalter in Andalusien und Katalonien befürchten, dass die Preiserhöhung Langstreckentouristen abschrecken könnte, gerade jetzt, wo sich der Sektor von schwachen asiatischen Sommerankünften erholt. Die Arbeitsgruppe überprüfte außerdem den Fortschritt bei überarbeiteten Kriterien für visumfreie Reisen und erhielt ein Update zur Interoperabilität biometrischer Systeme. Das Protokoll wird in den Rat für Justiz und Inneres im Dezember einfließen, wo Spanien seine endgültige Position festlegen wird. Unternehmen mit internationaler Mobilität sollten die Entscheidung genau verfolgen: Höhere Visagebühren könnten die Budgets für Entsandte belasten und die Attraktivität Spaniens als Zugangspunkt zum Schengen-Raum für Drittstaatsangehörige mindern.
Quelle: Council of the EU – Meetings portal

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