
Frankreich hat in Brüssel einen „großen Sieg“ errungen, wie die Ministerin für Überseegebiete, Naïma Moutchou, erklärt: Die neue Strategie der Europäischen Kommission für die äußersten Regionen (RUP) wird systematisch einen „RUP-Reflex“ anwenden – maßgeschneiderte Ausnahmen in den Bereichen Fischerei, Landwirtschaft, Zollabgaben und vor allem im Einwanderungsverfahren. Das am 10. September vorgestellte und am 14. September vom Ministerium bestätigte Paket ermöglicht es Mayotte, seine Fischereiflotte zu erweitern, ohne ältere Schiffe stilllegen zu müssen, gewährt Guyana zollfreie Quoten für lokal verarbeiteten Rotbarsch und verlängert die differenzierte „octroi de mer“-Steuer bis 2030.
Im Bereich Migration bewahrt das Abkommen ein spezielles Verfahren für die RUP-Gebiete im Rahmen des EU-Asyl- und Migrationspakts, das den lokalen Präfekturen mehr Flexibilität bei der Bearbeitung von Asylanträgen und Arbeitsmigration bietet. Für Arbeitgeber in Guadeloupe, Martinique, Réunion und anderen RUPs könnten sich dadurch die Bearbeitungszeiten für Arbeitserlaubnisse verkürzen und die Voraussetzungen für französische Talentvisa erweitert werden. Die Anpassungen bei Zoll und Steuern senken zudem die Kosten für Lieferketten, die Expat-Gemeinschaften versorgen.
Strategisch festigt dieser Erfolg Frankreichs Argument, dass die RUPs der EU globale Reichweite verleihen – von der maritimen Sicherheit im Indopazifik bis zu Satellitenstarts in Kourou – und daher maßgeschneiderte Regelungen verdienen. Der Rat der EU muss das Gesetzespaket noch ratifizieren, doch französische Diplomaten berichten, eine Sperrminorität aufgebaut zu haben, um Verwässerungen zu verhindern. Mobilitätsanbieter sollten sich auf unterschiedliche Compliance-Zeitpläne einstellen: Einwanderungssoftware könnte separate Regelwerke für das französische Festland und jede RUP benötigen. Personalabteilungen mit Mitarbeitern in Mayotte oder Französisch-Guayana sollten ihre Kostenkalkulationen nach Abschluss des octroi de mer-Zeitplans überprüfen.
Im Bereich Migration bewahrt das Abkommen ein spezielles Verfahren für die RUP-Gebiete im Rahmen des EU-Asyl- und Migrationspakts, das den lokalen Präfekturen mehr Flexibilität bei der Bearbeitung von Asylanträgen und Arbeitsmigration bietet. Für Arbeitgeber in Guadeloupe, Martinique, Réunion und anderen RUPs könnten sich dadurch die Bearbeitungszeiten für Arbeitserlaubnisse verkürzen und die Voraussetzungen für französische Talentvisa erweitert werden. Die Anpassungen bei Zoll und Steuern senken zudem die Kosten für Lieferketten, die Expat-Gemeinschaften versorgen.
Strategisch festigt dieser Erfolg Frankreichs Argument, dass die RUPs der EU globale Reichweite verleihen – von der maritimen Sicherheit im Indopazifik bis zu Satellitenstarts in Kourou – und daher maßgeschneiderte Regelungen verdienen. Der Rat der EU muss das Gesetzespaket noch ratifizieren, doch französische Diplomaten berichten, eine Sperrminorität aufgebaut zu haben, um Verwässerungen zu verhindern. Mobilitätsanbieter sollten sich auf unterschiedliche Compliance-Zeitpläne einstellen: Einwanderungssoftware könnte separate Regelwerke für das französische Festland und jede RUP benötigen. Personalabteilungen mit Mitarbeitern in Mayotte oder Französisch-Guayana sollten ihre Kostenkalkulationen nach Abschluss des octroi de mer-Zeitplans überprüfen.
Quelle: Ministère des Outre-mer