
Frankreichs Tourismusbilanz steuert auf einen weiteren historischen Überschuss zu: Die Regierung prognostiziert für 2026 internationale Einnahmen von 80 Milliarden Euro, nachdem der Sommer alle Ankunftsrekorde gebrochen hat. Laut vorläufigen Daten, die am Eröffnungstag des Internationalen & Französischen Reisemarkts (IFTM) in Paris vorgestellt wurden, stiegen die Besucherzahlen aus dem Ausland im Jahresvergleich um 8 %, obwohl französische Urlauber wegen der Inflation ihre Auslandsreisen reduzierten.
Die Entwicklung ist bemerkenswert: Während hohe Kraftstoffpreise und steigende Hypothekenzinsen viele Franzosen zu Urlauben im Inland zwangen, füllten Fernreisende die Lücke. Die USA führen erneut die Ausgabenstatistik an, doch das stärkste Wachstum verzeichnen Indien, Brasilien und die Golfstaaten – Märkte, die von der Rückkehr der vorpandemischen Flugkapazitäten und vereinfachten Schengen-Visumverfahren profitieren.
Hoteliers in der Île-de-France melden seit Juli eine Auslastung von über 85 %, was die durchschnittlichen Tagespreise auf einen Rekordwert von 247 Euro treibt. Hinter dem Boom steht eine gezielte Strategie von Atout France, um zahlungskräftige Kundensegmente anzusprechen. Die Freigrenzen für steuerfreies Einkaufen wurden im Juni erhöht, und Zuschüsse für Geschäftsevents sicherten 150 neue internationale Kongresse, darunter mehrere große Tech-Veranstaltungen, die aus Asien verlegt wurden.
Der Flughafenbetreiber ADP meldet für Paris-CDG bereits ein Verkehrsaufkommen, das 4 % über dem Spitzenwert von 2019 liegt, während regionale Drehkreuze wie Marseille und Nizza dank zusätzlicher Flüge von Golf-Airlines zweistellig wuchsen.
Für Unternehmen hat das zwei Seiten: Die starke Nachfrage aus dem Ausland stärkt den Bereich Meetings und Incentives in Frankreich, doch das knappe Hotelangebot und höhere Preise erfordern frühere Buchungen und größere Reisebudgets. Arbeitgeber sollten zudem ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, dass die im nächsten Jahr schrittweise eingeführten biometrischen EES-Kontrollen die Ankunftszeiten während der Hauptkongresswochen verlängern könnten.
Die Politik will das Volumen in Wert umwandeln. Tourismusminister Serge Papin erklärte den Branchenvertretern, Frankreich werde künftig auf die „Qualität der Ausgaben“ setzen, indem längere Aufenthalte außerhalb von Paris gefördert und Bahnverbindungen innerhalb des Landes ausgebaut werden. Neue Steueranreize für nachhaltige Unterkunftssanierungen sind im Finanzgesetz 2027 geplant.
Die Entwicklung ist bemerkenswert: Während hohe Kraftstoffpreise und steigende Hypothekenzinsen viele Franzosen zu Urlauben im Inland zwangen, füllten Fernreisende die Lücke. Die USA führen erneut die Ausgabenstatistik an, doch das stärkste Wachstum verzeichnen Indien, Brasilien und die Golfstaaten – Märkte, die von der Rückkehr der vorpandemischen Flugkapazitäten und vereinfachten Schengen-Visumverfahren profitieren.
Hoteliers in der Île-de-France melden seit Juli eine Auslastung von über 85 %, was die durchschnittlichen Tagespreise auf einen Rekordwert von 247 Euro treibt. Hinter dem Boom steht eine gezielte Strategie von Atout France, um zahlungskräftige Kundensegmente anzusprechen. Die Freigrenzen für steuerfreies Einkaufen wurden im Juni erhöht, und Zuschüsse für Geschäftsevents sicherten 150 neue internationale Kongresse, darunter mehrere große Tech-Veranstaltungen, die aus Asien verlegt wurden.
Der Flughafenbetreiber ADP meldet für Paris-CDG bereits ein Verkehrsaufkommen, das 4 % über dem Spitzenwert von 2019 liegt, während regionale Drehkreuze wie Marseille und Nizza dank zusätzlicher Flüge von Golf-Airlines zweistellig wuchsen.
Für Unternehmen hat das zwei Seiten: Die starke Nachfrage aus dem Ausland stärkt den Bereich Meetings und Incentives in Frankreich, doch das knappe Hotelangebot und höhere Preise erfordern frühere Buchungen und größere Reisebudgets. Arbeitgeber sollten zudem ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, dass die im nächsten Jahr schrittweise eingeführten biometrischen EES-Kontrollen die Ankunftszeiten während der Hauptkongresswochen verlängern könnten.
Die Politik will das Volumen in Wert umwandeln. Tourismusminister Serge Papin erklärte den Branchenvertretern, Frankreich werde künftig auf die „Qualität der Ausgaben“ setzen, indem längere Aufenthalte außerhalb von Paris gefördert und Bahnverbindungen innerhalb des Landes ausgebaut werden. Neue Steueranreize für nachhaltige Unterkunftssanierungen sind im Finanzgesetz 2027 geplant.
Quelle: Le Monde