
Geo.admin.ch, das Bundesgeoportal, hat am 18. September 2026 ein bedeutendes Datenupdate veröffentlicht, das das Hindernisregister für die Schweizer Luftfahrt deutlich verfeinert. Permanente und temporäre Bauwerke – Kräne, Windkraftanlagen, Seilbahnen, Hochspannungsmasten – werden nun mit individuellen Höhenangaben erfasst und in täglich aktualisierten Kartenebenen für bemannte und unbemannte Piloten dargestellt. Für Crews der Geschäftsfliegerei verbessern die detaillierteren Daten die Routenplanung zu kleineren Flugplätzen, bei denen die Hindernisabstände knapp sind. Das Update fügt sich nahtlos in die Post-EES-Umgebung ein, in der die Behörden verstärkt auf digitale Vorabfreigaben statt auf physische Dokumentenkontrollen setzen. Drohnenbetreiber aus den Bereichen Bau, Vermessung und letzte Meile profitieren von einer besseren Übersicht über Flugverbotszonen und BVLOS-Korridore (Beyond Visual Line of Sight). Die „UAS Awareness“-Ebene des Portals hebt geplante BVLOS-Flüge hervor, was Unternehmen hilft, Projekte besser zu koordinieren und Genehmigungen schneller zu erhalten – ein entscheidender Vorteil, da die Drohnenlieferungen in alpine Resorts und städtische Krankenhäuser zunehmen. Dieser Schritt unterstützt die Ambition der Schweiz, eine führende Rolle in der europäischen Regulierung der fortschrittlichen Luftmobilität einzunehmen. Unternehmen sollten die API des Geoportals in ihre Flugplanungssoftware integrieren und Piloten darin schulen, die neuen Kartenebenen vor jedem Einsatz zu konsultieren, um Bußgelder oder Haftungsrisiken bei Zwischenfällen zu vermeiden. Das Update sendet zudem ein Signal an Investoren, dass die Schweizer Regulierungsbehörden offene Datenlösungen bevorzugen, die Sicherheit und Innovation in Einklang bringen – ein weiterer Faktor, der die Schweiz als Testumgebung für Luftmobilitätstechnologien attraktiv macht.
Quelle: Swiss Federal Geoportal