
Das österreichische Bundesministerium für Inneres (BMI) gab am 20. September bekannt, dass im August 2026 landesweit nur 223 Erstanträge auf Asyl gestellt wurden – der niedrigste Monatswert seit Beginn systematischer Erhebungen Anfang der 1990er Jahre. Mit Folgeanträgen lag die Gesamtzahl der Asylanträge im vergangenen Monat bei 769, ein Rückgang von 47 % im Vergleich zum August 2025. Von Januar bis August wurden 6.512 Anträge registriert, 45 % weniger als im Vorjahreszeitraum, womit Österreich auf dem Weg ist, 2026 mit weniger als 10.000 Anträgen abzuschließen.
Innenminister Gerhard Karner führt den Rückgang auf eine mehrschichtige Grenzmanagement-Strategie zurück. Wichtige Maßnahmen sind die gemeinsamen „Operation Fuchs“-Patrouillen mit der ungarischen Polizei auf ungarischem Gebiet, ein erweiterter „Kontrollgürtel“, der Stichprobenkontrollen von festen Grenzübergängen ins Grenzgebiet verlagert, sowie die Verlängerung der internen Schengen-Kontrollen an den Landgrenzen zu Ungarn, Slowenien, der Slowakei und Tschechien um sechs Monate bis zum 15. März 2027. Laut BMI wurde in der vergangenen Woche in Burgenland nur eine einzige irreguläre Grenzüberquerung festgestellt – vor zwei Jahren waren es noch Tausende.
Wien hat zudem die nachgelagerten Einwanderungskanäle verschärft. Die seit Januar 2025 geltende und Anfang dieses Jahres um weitere sechs Monate verlängerte vorübergehende Aussetzung der Familienzusammenführung begrenzte die Einreisen in dieser Kategorie von Januar bis August 2026 auf nur 60 Fälle (im Vergleich zu 979 im Vorjahr). Das Ministerium kündigte an, dass die Familienzusammenführung künftig einem Quotensystem unterliegen wird.
Die Regierung betont, dass die verschärfte Linie bereits den Druck auf öffentliche Dienste mindert: Die Zahl der Personen im bundesweiten Grundversorgungssystem ist auf 41.600 gesunken – der niedrigste Stand seit zwei Jahrzehnten – wobei nunmehr ukrainische Kriegsflüchtlinge die Mehrheit stellen. Gleichzeitig übersteigen die Abschiebungen weiterhin die Zugänge: In den ersten acht Monaten verließen 10.440 Ausländer Österreich, davon 51 % im Rahmen von Abschiebungen.
Aus Sicht der Wirtschaftsmobilität wird der starke Rückgang migrationsbedingter Schutzgesuche die Verfügbarkeit von Arbeitserlaubnissen voraussichtlich nicht direkt beeinflussen, unterstreicht jedoch eine zunehmend restriktive Haltung, die Unternehmen bei ihrer Standortplanung berücksichtigen sollten. Arbeitgeber müssen mit politischem Rückenwind für noch strengere Kontrollen der Dokumentation entsandter Arbeitnehmer und des Aufenthaltsstatus rechnen, während Grenzpendler mit der Fortsetzung der derzeitigen Praxis zufälliger Schengen-Innenkontrollen – die die Reisezeiten verlängern – auch im kommenden Winter rechnen müssen.
Innenminister Gerhard Karner führt den Rückgang auf eine mehrschichtige Grenzmanagement-Strategie zurück. Wichtige Maßnahmen sind die gemeinsamen „Operation Fuchs“-Patrouillen mit der ungarischen Polizei auf ungarischem Gebiet, ein erweiterter „Kontrollgürtel“, der Stichprobenkontrollen von festen Grenzübergängen ins Grenzgebiet verlagert, sowie die Verlängerung der internen Schengen-Kontrollen an den Landgrenzen zu Ungarn, Slowenien, der Slowakei und Tschechien um sechs Monate bis zum 15. März 2027. Laut BMI wurde in der vergangenen Woche in Burgenland nur eine einzige irreguläre Grenzüberquerung festgestellt – vor zwei Jahren waren es noch Tausende.
Wien hat zudem die nachgelagerten Einwanderungskanäle verschärft. Die seit Januar 2025 geltende und Anfang dieses Jahres um weitere sechs Monate verlängerte vorübergehende Aussetzung der Familienzusammenführung begrenzte die Einreisen in dieser Kategorie von Januar bis August 2026 auf nur 60 Fälle (im Vergleich zu 979 im Vorjahr). Das Ministerium kündigte an, dass die Familienzusammenführung künftig einem Quotensystem unterliegen wird.
Die Regierung betont, dass die verschärfte Linie bereits den Druck auf öffentliche Dienste mindert: Die Zahl der Personen im bundesweiten Grundversorgungssystem ist auf 41.600 gesunken – der niedrigste Stand seit zwei Jahrzehnten – wobei nunmehr ukrainische Kriegsflüchtlinge die Mehrheit stellen. Gleichzeitig übersteigen die Abschiebungen weiterhin die Zugänge: In den ersten acht Monaten verließen 10.440 Ausländer Österreich, davon 51 % im Rahmen von Abschiebungen.
Aus Sicht der Wirtschaftsmobilität wird der starke Rückgang migrationsbedingter Schutzgesuche die Verfügbarkeit von Arbeitserlaubnissen voraussichtlich nicht direkt beeinflussen, unterstreicht jedoch eine zunehmend restriktive Haltung, die Unternehmen bei ihrer Standortplanung berücksichtigen sollten. Arbeitgeber müssen mit politischem Rückenwind für noch strengere Kontrollen der Dokumentation entsandter Arbeitnehmer und des Aufenthaltsstatus rechnen, während Grenzpendler mit der Fortsetzung der derzeitigen Praxis zufälliger Schengen-Innenkontrollen – die die Reisezeiten verlängern – auch im kommenden Winter rechnen müssen.