
Der IRCC.com-Bulletin vom 14. Oktober 2026 zum Thema „Arbeitserlaubnis“ hebt neue Statistiken von Employment and Social Development Canada (ESDC) hervor, die zeigen, dass die Bearbeitungszeiten für Labour Market Impact Assessments (LMIA) im September in den meisten Programmbereichen für temporäre ausländische Arbeitskräfte deutlich gesunken sind. Die mittlere Wartezeit für den Stream der Daueraufenthaltsberechtigten fiel von 156 auf 79 Arbeitstage, während die Bearbeitungszeit für LMIAs im Niedriglohnsektor von 94 auf 58 Tage verkürzt wurde. Der Hochlohnsektor bildete eine Ausnahme und verzeichnete mit 98 Tagen einen leichten Anstieg, was auf eine gestiegene Nachfrage von Arbeitgebern in den Energie- und Technologiesektoren zurückgeführt wird. Trotz der Verbesserungen liegt der Gesamtbestand an offenen LMIA-Anträgen mit 38.000 landesweit weiterhin über dem Niveau vor der Pandemie. Für Unternehmen bedeuten die kürzeren Bearbeitungszeiten eine Entlastung bei der Personalplanung und könnten die Entscheidung beeinflussen, ob sie eine LMIA-gestützte Arbeitserlaubnis, eine innerbetriebliche Versetzung oder eine Provinznominierung anstreben. Personalvermittler warnen jedoch, dass Anforderungen an Stellenanzeigen und Konsultationen mit Gewerkschaften weiterhin Engpässe verursachen, bevor ein LMIA-Antrag überhaupt bei ESDC eingeht. Einwanderungsberater gehen davon aus, dass Ottawa den Service-Standard für den Global Talent Stream, der derzeit bei 10 Arbeitstagen liegt, neu bewerten wird, falls die Standard-Bearbeitungszeiten für LMIA weiterhin beschleunigt werden. Arbeitgeber in Branchen mit anhaltendem Fachkräftemangel – etwa im Gesundheitswesen und Baugewerbe – werden aufgefordert, offene Stellen vor Antragstellung anhand der aktualisierten Regional Labour Market Lists zu prüfen. ESDC plant, die Oktober-Daten Anfang November zu veröffentlichen; Analysten werden genau beobachten, ob der Abwärtstrend trotz saisonaler Einstellungswellen anhält.
Quelle: IRCC.com