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Dover verschiebt Einführung biometrischer EES-Kontrollen für Touristen in Abstimmung mit der französischen Grenzpolizei

Nov. 11, 2025
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Dover verschiebt Einführung biometrischer EES-Kontrollen für Touristen in Abstimmung mit der französischen Grenzpolizei
Der Hafen von Dover gab am 10. November 2025 bekannt, dass die Einführung der vollständigen biometrischen Ein- und Ausreisekontrollen (Entry/Exit System, EES) für Auto- und Fußgängerreisende bis nach dem Weihnachtsansturm verschoben wird. Diese Entscheidung folgt auf Beratungen mit der französischen Polizei an den Grenzen (Police aux Frontières), die im Rahmen des Le-Touquet-Abkommens die gemeinsamen Kontrollen in Dover durchführen.

Seit dem 12. Oktober wurden in Dover fast 13.000 biometrische Profile für Bus- und Frachtreisende erfasst – das entspricht 30 Prozent aller EES-Registrierungen, die von französischen Seehäfen verzeichnet wurden. Die Betreiber befürchten jedoch, dass die Einführung der Kontrollen für Tourist:innen mit dem Auto in der Weihnachtszeit zu untragbaren Wartezeiten führen würde. Die Übergangsregelung sieht daher vor, dass Urlauber bis Anfang 2026 nur mit herkömmlichen Passscans kontrolliert werden.

Dover verschiebt Einführung biometrischer EES-Kontrollen für Touristen in Abstimmung mit der französischen Grenzpolizei


Für die französischen Verkehrsplaner ist die Verzögerung ein zweischneidiges Schwert. Einerseits vermeiden grenzüberschreitende Reisende zwischen Frankreich und Großbritannien mögliche Engpässe in einer der verkehrsreichsten Urlaubszeiten. Andererseits muss Frankreich weiterhin die EU-Vorgaben erfüllen: Bis Mitte November sollen 10 Prozent der relevanten Grenzübertritte über das EES abgewickelt werden, bis Mitte Januar 35 Prozent. Grenzbeamte sind zuversichtlich, diese Ziele durch verstärkte Registrierung auf französischer Seite in Calais und Dünkirchen erreichen zu können.

Firmen-Shuttle-Dienste, die Mitarbeitende zwischen britischen und französischen Standorten transportieren, sollten ihre Passagiere weiterhin darauf hinweisen, mehr Zeit einzuplanen, da auch weiterhin stichprobenartige Registrierungen stattfinden können. Sobald die touristische Einführung beginnt, sollten Erstnutzer des EES mit einer Registrierung von drei bis fünf Minuten rechnen, danach sollen die Grenzübertritte wieder nahezu normal ablaufen.

Die Verschiebung unterstreicht, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Großbritannien auch nach dem Brexit bleibt. Eine fehlende Abstimmung bei der EES-Einführung könnte Lieferketten stören und das Ansehen beider Häfen beschädigen. Die nächste Überprüfung der Einsatzbereitschaft ist für Mitte Dezember geplant, danach wird ein überarbeiteter Zeitplan veröffentlicht.
Quelle: Identity Week

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