
Eine 32-jährige Festlandchinesin wurde zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe von 2.000 HK$ verurteilt, nachdem sie gefälschte akademische Dokumente verwendet hatte, um ein Visum im Rahmen des Top Talent Pass Scheme (TTPS) in Hongkong zu erhalten. Das Eastern Magistrates’ Court erfuhr am 10. November, dass die Antragstellerin einen gefälschten australischen Bachelor-Abschluss vorgelegt hatte, um von der Einkommensgrenzen-Ausnahme zu profitieren.
Der Fall ist die erste Strafverfolgung seit der Warnung der Einwanderungsbehörde im Oktober vor strengen Kontrollen der TTPS-Anträge. Das Ende 2022 gestartete Programm hat bereits über 120.000 Anträge bearbeitet und zweijährige Visa an hochverdienende Fachkräfte und Absolventen renommierter Universitäten vergeben. Behörden zufolge führen etwa 3 % der Anträge zu Untersuchungen der Echtheit der Dokumente.
Rechtsexperten sehen die milde Geldstrafe als Ausdruck der Gerichtsmeinung, dass die Angeklagte kooperierte und keine Vorstrafen hat. Sie weisen jedoch darauf hin, dass künftige Täter nach dem Strafgesetzbuch mit Freiheitsstrafen von bis zu 14 Jahren wegen Urkundenfälschung rechnen müssen.
Arbeitgeber, die auf den TTPS-Talentpool angewiesen sind, sollten ihre Einstellungsprüfungen verstärken und akademische sowie Einkommensnachweise auch nach der Einwanderungsfreigabe erneut überprüfen. Der Vorfall könnte zudem die Regierungspläne zur Einführung einer blockchainbasierten Verifikationsmethode für Zeugnisse beschleunigen, um das Betrugsrisiko bei volumenstarken Visaprogrammen zu verringern.
Der Fall ist die erste Strafverfolgung seit der Warnung der Einwanderungsbehörde im Oktober vor strengen Kontrollen der TTPS-Anträge. Das Ende 2022 gestartete Programm hat bereits über 120.000 Anträge bearbeitet und zweijährige Visa an hochverdienende Fachkräfte und Absolventen renommierter Universitäten vergeben. Behörden zufolge führen etwa 3 % der Anträge zu Untersuchungen der Echtheit der Dokumente.
Rechtsexperten sehen die milde Geldstrafe als Ausdruck der Gerichtsmeinung, dass die Angeklagte kooperierte und keine Vorstrafen hat. Sie weisen jedoch darauf hin, dass künftige Täter nach dem Strafgesetzbuch mit Freiheitsstrafen von bis zu 14 Jahren wegen Urkundenfälschung rechnen müssen.
Arbeitgeber, die auf den TTPS-Talentpool angewiesen sind, sollten ihre Einstellungsprüfungen verstärken und akademische sowie Einkommensnachweise auch nach der Einwanderungsfreigabe erneut überprüfen. Der Vorfall könnte zudem die Regierungspläne zur Einführung einer blockchainbasierten Verifikationsmethode für Zeugnisse beschleunigen, um das Betrugsrisiko bei volumenstarken Visaprogrammen zu verringern.
Quelle: The Standard (Hong Kong)