
Der Flughafen Zürich ist der letzte der drei internationalen Schweizer Drehkreuze, der das Ein- und Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union aktiviert hat. Nach einem stillen Soft-Launch Anfang der Woche wurde der vollständige Rollout am 20. November 2025 bestätigt, als 52 Secunet-Selbstbedienungskioske und e-Gates in allen Nicht-Schengen-Ankunftshallen in Betrieb genommen wurden.
So verändert EES die Passagierreise: Drittstaatsangehörige, die den Schengen-Raum besuchen, müssen bei der ersten Einreise vier Fingerabdrücke und ein Live-Gesichtsbild erfassen lassen. Bei Folgereisen genügt ein Passscan und ein Abgleich des Gesichtsbildes. Die Daten werden drei Jahre lang in einer zentralen Datenbank gespeichert, die automatisch die Aufenthaltsdauer zählt und damit die Passstempel ersetzt.
Auswirkungen auf den Betrieb: Die Grenzpolizei berichtet, dass die Ersterfassung während Stoßzeiten 30 bis 60 Minuten zusätzlich in Anspruch nimmt. Daher informieren Fluggesellschaften vor dem Flug und staffeln das Aussteigen. Personal- und Reisemanagement sollten für Anschlussflüge von Langstrecken- zu Schengen-Flügen mindestens 90 Minuten einplanen, bis sich die Passagierströme eingependelt haben. Unternehmen, die kurzfristig wechselnde Auftragnehmer einsetzen, müssen die Aufenthaltsdauer genau überwachen, da eine Überschreitung automatisch bei der nächsten Grenzkontrolle gemeldet wird.
Strategischer Hintergrund: Die Schweiz führt EES vor der EU-Frist am 10. April 2026 ein und mehrere Monate vor dem Start von ETIAS, der elektronischen Reisegenehmigung für visumfreie Besucher. Die Flughäfen Basel und Genf haben ihre Umstellungen bereits im Oktober abgeschlossen, was den Schweizer Behörden wertvolle Daten zur Optimierung von Personalplanung und Beschilderung vor dem Start in Zürich lieferte.
Praktische Tipps für Mobilitätsmanager:
• Ermutigen Sie Entsandte, möglichst ruhigere Ankunftszeiten am Mittag zu wählen.
• Stellen Sie Neuankömmlingen mehrsprachige Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Kioske zur Verfügung.
• Stimmen Sie interne Software zur Aufenthaltsdauer mit der EES-Definition ab (Ein- und Ausreisetage zählen jeweils als volle Tage).
• Überprüfen Sie Datenschutzhinweise: Biometrische Daten werden drei Jahre gespeichert und können von allen Schengen-Staaten zu Strafverfolgungszwecken eingesehen werden.
Nächste Schritte: Der Flughafen Zürich plant, vor dem Ansturm in der Dezemberferienzeit eine eigene EES-Hotline in der Ankunftshalle 2 einzurichten. Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit wird im Februar 2026 die ersten Statistiken zu Wartezeiten veröffentlichen.
So verändert EES die Passagierreise: Drittstaatsangehörige, die den Schengen-Raum besuchen, müssen bei der ersten Einreise vier Fingerabdrücke und ein Live-Gesichtsbild erfassen lassen. Bei Folgereisen genügt ein Passscan und ein Abgleich des Gesichtsbildes. Die Daten werden drei Jahre lang in einer zentralen Datenbank gespeichert, die automatisch die Aufenthaltsdauer zählt und damit die Passstempel ersetzt.
Auswirkungen auf den Betrieb: Die Grenzpolizei berichtet, dass die Ersterfassung während Stoßzeiten 30 bis 60 Minuten zusätzlich in Anspruch nimmt. Daher informieren Fluggesellschaften vor dem Flug und staffeln das Aussteigen. Personal- und Reisemanagement sollten für Anschlussflüge von Langstrecken- zu Schengen-Flügen mindestens 90 Minuten einplanen, bis sich die Passagierströme eingependelt haben. Unternehmen, die kurzfristig wechselnde Auftragnehmer einsetzen, müssen die Aufenthaltsdauer genau überwachen, da eine Überschreitung automatisch bei der nächsten Grenzkontrolle gemeldet wird.
Strategischer Hintergrund: Die Schweiz führt EES vor der EU-Frist am 10. April 2026 ein und mehrere Monate vor dem Start von ETIAS, der elektronischen Reisegenehmigung für visumfreie Besucher. Die Flughäfen Basel und Genf haben ihre Umstellungen bereits im Oktober abgeschlossen, was den Schweizer Behörden wertvolle Daten zur Optimierung von Personalplanung und Beschilderung vor dem Start in Zürich lieferte.
Praktische Tipps für Mobilitätsmanager:
• Ermutigen Sie Entsandte, möglichst ruhigere Ankunftszeiten am Mittag zu wählen.
• Stellen Sie Neuankömmlingen mehrsprachige Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Kioske zur Verfügung.
• Stimmen Sie interne Software zur Aufenthaltsdauer mit der EES-Definition ab (Ein- und Ausreisetage zählen jeweils als volle Tage).
• Überprüfen Sie Datenschutzhinweise: Biometrische Daten werden drei Jahre gespeichert und können von allen Schengen-Staaten zu Strafverfolgungszwecken eingesehen werden.
Nächste Schritte: Der Flughafen Zürich plant, vor dem Ansturm in der Dezemberferienzeit eine eigene EES-Hotline in der Ankunftshalle 2 einzurichten. Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit wird im Februar 2026 die ersten Statistiken zu Wartezeiten veröffentlichen.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News
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