
Die britische Regierung hat zum dritten Mal innerhalb von 18 Monaten ihre Entscheidung über den Bau eines chinesischen Botschaftskomplexes mit 700 Zimmern am Royal Mint Court neben dem Tower of London verschoben. Die Innen- und Außenministerien haben nun bis zum 20. Januar 2026 Zeit, weitere Sicherheitsprüfungen abzuschließen, nachdem MI5 und GCHQ Bedenken geäußert hatten, dass die Mission aufgrund der Nähe zu Glasfaserkabeln, die einen Großteil des europäischen Finanzdatenverkehrs tragen, für staatlich unterstützte Spionage genutzt werden könnte.
Peking hatte das verfallene Gelände der Royal Mint 2018 für 255 Millionen Pfund gekauft und argumentiert, dass der neue Campus notwendig sei, um konsularische und Visadienste für die über 300.000 chinesischen Staatsbürger bereitzustellen, die jährlich im Vereinigten Königreich leben, arbeiten oder studieren. Bis zur Genehmigung des Projekts könne China seine sechs verstreuten diplomatischen Gebäude in London nicht zusammenlegen, was zu weiteren Verzögerungen bei der Bearbeitung von Firmenvisa und höheren Sicherheitskosten für die britische Polizei führt, die mehrere Einrichtungen bewachen muss.
Anwohner, pro-demokratische Aktivisten aus Hongkong und mehrere überparteiliche Abgeordnete lehnen das Vorhaben ab und verweisen auf Menschenrechtsfragen sowie die Befürchtung einer „technisch unterstützten Überwachungs-Ausweitung“ in einem dicht besiedelten Teil der Zone 1. Stadtplaner kämpfen zudem damit, wie das Diplomatic Premises Act durchgesetzt werden kann, falls Nachbargrundstücke Entschädigungen für sicherheitsbedingte Straßensperrungen fordern.
Für multinationale Arbeitgeber verlängert die Pattsituation die Unsicherheit darüber, ob zusätzliche chinesische konsularische Kapazitäten – insbesondere für Geschäftsvisa mit Sofortbearbeitung – in London verfügbar sein werden oder begrenzt bleiben. Mobility-Manager sollten daher weiterhin die aktuellen Bearbeitungszeiten von 5 bis 7 Tagen für Standardvisa der VR China einplanen und Führungskräfte dazu anhalten, ihre Anträge frühzeitig vor Reiseantritt einzureichen.
Analysten sehen in dem Fall ein größeres strategisches Dilemma für die Regierung von Premierminister Keir Starmer: Wie lässt sich die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China, dem drittgrößten Exportmarkt Großbritanniens, mit verschärften nationalen Sicherheitskontrollen an der Grenze in Einklang bringen? Eine Ablehnung könnte Vergeltungsmaßnahmen gegen britische Unternehmen in China auslösen, während eine Genehmigung ohne strenge Schutzmaßnahmen im Parlament auf Widerstand stoßen dürfte. In jedem Fall sollten globale Mobility-Teams die Auswirkungen der Entscheidung auf Ein- und Ausreisevisa früh im neuen Jahr genau beobachten.
Peking hatte das verfallene Gelände der Royal Mint 2018 für 255 Millionen Pfund gekauft und argumentiert, dass der neue Campus notwendig sei, um konsularische und Visadienste für die über 300.000 chinesischen Staatsbürger bereitzustellen, die jährlich im Vereinigten Königreich leben, arbeiten oder studieren. Bis zur Genehmigung des Projekts könne China seine sechs verstreuten diplomatischen Gebäude in London nicht zusammenlegen, was zu weiteren Verzögerungen bei der Bearbeitung von Firmenvisa und höheren Sicherheitskosten für die britische Polizei führt, die mehrere Einrichtungen bewachen muss.
Anwohner, pro-demokratische Aktivisten aus Hongkong und mehrere überparteiliche Abgeordnete lehnen das Vorhaben ab und verweisen auf Menschenrechtsfragen sowie die Befürchtung einer „technisch unterstützten Überwachungs-Ausweitung“ in einem dicht besiedelten Teil der Zone 1. Stadtplaner kämpfen zudem damit, wie das Diplomatic Premises Act durchgesetzt werden kann, falls Nachbargrundstücke Entschädigungen für sicherheitsbedingte Straßensperrungen fordern.
Für multinationale Arbeitgeber verlängert die Pattsituation die Unsicherheit darüber, ob zusätzliche chinesische konsularische Kapazitäten – insbesondere für Geschäftsvisa mit Sofortbearbeitung – in London verfügbar sein werden oder begrenzt bleiben. Mobility-Manager sollten daher weiterhin die aktuellen Bearbeitungszeiten von 5 bis 7 Tagen für Standardvisa der VR China einplanen und Führungskräfte dazu anhalten, ihre Anträge frühzeitig vor Reiseantritt einzureichen.
Analysten sehen in dem Fall ein größeres strategisches Dilemma für die Regierung von Premierminister Keir Starmer: Wie lässt sich die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China, dem drittgrößten Exportmarkt Großbritanniens, mit verschärften nationalen Sicherheitskontrollen an der Grenze in Einklang bringen? Eine Ablehnung könnte Vergeltungsmaßnahmen gegen britische Unternehmen in China auslösen, während eine Genehmigung ohne strenge Schutzmaßnahmen im Parlament auf Widerstand stoßen dürfte. In jedem Fall sollten globale Mobility-Teams die Auswirkungen der Entscheidung auf Ein- und Ausreisevisa früh im neuen Jahr genau beobachten.
Quelle: Reuters
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