
HELSINKI / HOUSTON – Der finnische katholische Bischof Raimo Goyarrola ist in den letzten zwei Wochen quer durch Texas und den Mittleren Westen der USA gereist, um eine ungewöhnliche Spendenkampagne zu starten: Unterstützung für eine nordische Kirche, die sich durch Zuwanderung grundlegend verändert. In einem Interview, das am 4. Dezember 2025 veröffentlicht wurde, berichtete Goyarrola der Catholic News Agency, dass die Teilnahme an der Messe und die Anmeldungen zum Katechismus in Finnland stark gestiegen sind, da neue Zuwanderer aus Afrika, Asien und Lateinamerika die kleine katholische Minderheit des Landes vergrößern.
Offizielle Gemeindelisten verzeichnen nur 18.000 Katholiken – etwa 0,2 % der finnischen Bevölkerung – doch Kirchenvertreter schätzen die tatsächliche Zahl auf 35.000, wenn man kürzlich eingereiste Arbeitsgenehmigungsinhaber, Asylsuchende und internationale Studierende mit einbezieht. In den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der Sonntagsmessen in der St.-Henrik-Kathedrale in Helsinki von vier auf acht verdoppelt, wobei Gläubige bei Minusgraden in Warteschlangen stehen, weil der Platz nicht ausreicht. Das Bistum berichtet, dass mittlerweile 125 Nationalitäten vertreten sind, was Gottesdienste in Englisch, Spanisch, Tagalog, Polnisch, Arabisch und Suaheli erforderlich macht.
Dieser Aufschwung spiegelt einen breiteren demografischen Trend wider: Während die Nettozuwanderung Finnlands Bevölkerung 2024–25 wachsen ließ, diversifizieren sich die religiösen Zugehörigkeiten rasant. Experten des Finnischen Migrationsinstituts weisen darauf hin, dass römisch-katholische, orthodoxe und muslimische Gemeinschaften stark vom Zuzug der ersten Einwanderergeneration abhängen, während die historisch dominierende Lutherische Kirche Rekordverluste bei den Mitgliedern verzeichnet.
Für Manager im Bereich globale Mobilität hat diese Entwicklung eine praktische Bedeutung. „Unternehmen, die Mitarbeiter aus Nicht-EU-Ländern versetzen, unterschätzen oft, wie wichtig unterstützende Gemeinschaftsnetzwerke – einschließlich Glaubensgemeinschaften – für die langfristige Bindung sind“, erklärt Emilia Karppinen von Nordic Relocation Partners. Eine lokale Gemeinde, die sprachspezifische Angebote, Kontakte zu Kinderbetreuung und informelle Mentoren bereitstellt, kann entscheidend für die Integration einer Familie sein.
Goyarrola hofft, 20 Millionen Euro zu sammeln, um in Helsinki eine größere Kathedrale und ein pastorales Zentrum zu kaufen oder zu errichten sowie die erste katholische Grundschule Finnlands zu gründen. Dies soll die logistische Belastung für Zuwandererfamilien verringern, die derzeit weite Wege für den Religionsunterricht auf sich nehmen müssen. Das Bistum plant zudem, sein Büro für Migrantenunterstützung auszubauen, das Finnischkurse, Wohnberatung und rechtliche Vermittlung anbietet. „Die Zuwanderer beleben unsere Kirche neu“, sagte der Bischof. „Jetzt brauchen wir die Infrastruktur, um sie zu unterstützen – und damit Finnland ihre Talente besser nutzen kann.“
Offizielle Gemeindelisten verzeichnen nur 18.000 Katholiken – etwa 0,2 % der finnischen Bevölkerung – doch Kirchenvertreter schätzen die tatsächliche Zahl auf 35.000, wenn man kürzlich eingereiste Arbeitsgenehmigungsinhaber, Asylsuchende und internationale Studierende mit einbezieht. In den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der Sonntagsmessen in der St.-Henrik-Kathedrale in Helsinki von vier auf acht verdoppelt, wobei Gläubige bei Minusgraden in Warteschlangen stehen, weil der Platz nicht ausreicht. Das Bistum berichtet, dass mittlerweile 125 Nationalitäten vertreten sind, was Gottesdienste in Englisch, Spanisch, Tagalog, Polnisch, Arabisch und Suaheli erforderlich macht.
Dieser Aufschwung spiegelt einen breiteren demografischen Trend wider: Während die Nettozuwanderung Finnlands Bevölkerung 2024–25 wachsen ließ, diversifizieren sich die religiösen Zugehörigkeiten rasant. Experten des Finnischen Migrationsinstituts weisen darauf hin, dass römisch-katholische, orthodoxe und muslimische Gemeinschaften stark vom Zuzug der ersten Einwanderergeneration abhängen, während die historisch dominierende Lutherische Kirche Rekordverluste bei den Mitgliedern verzeichnet.
Für Manager im Bereich globale Mobilität hat diese Entwicklung eine praktische Bedeutung. „Unternehmen, die Mitarbeiter aus Nicht-EU-Ländern versetzen, unterschätzen oft, wie wichtig unterstützende Gemeinschaftsnetzwerke – einschließlich Glaubensgemeinschaften – für die langfristige Bindung sind“, erklärt Emilia Karppinen von Nordic Relocation Partners. Eine lokale Gemeinde, die sprachspezifische Angebote, Kontakte zu Kinderbetreuung und informelle Mentoren bereitstellt, kann entscheidend für die Integration einer Familie sein.
Goyarrola hofft, 20 Millionen Euro zu sammeln, um in Helsinki eine größere Kathedrale und ein pastorales Zentrum zu kaufen oder zu errichten sowie die erste katholische Grundschule Finnlands zu gründen. Dies soll die logistische Belastung für Zuwandererfamilien verringern, die derzeit weite Wege für den Religionsunterricht auf sich nehmen müssen. Das Bistum plant zudem, sein Büro für Migrantenunterstützung auszubauen, das Finnischkurse, Wohnberatung und rechtliche Vermittlung anbietet. „Die Zuwanderer beleben unsere Kirche neu“, sagte der Bischof. „Jetzt brauchen wir die Infrastruktur, um sie zu unterstützen – und damit Finnland ihre Talente besser nutzen kann.“
Quelle: Catholic News Agency
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