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Außenministerium hebt seit Januar 85.000 US-Visa im Rahmen umfassender Sicherheitsmaßnahmen auf

Dez. 10, 2025
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Außenministerium hebt seit Januar 85.000 US-Visa im Rahmen umfassender Sicherheitsmaßnahmen auf
Das US-Außenministerium bestätigte am 9. Dezember, dass seit Jahresbeginn rund 85.000 Nicht-Einwanderungs- und Einwanderungsvisa widerrufen wurden – mehr als doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2024. Ein ranghoher Beamter erklärte gegenüber Journalisten, dass der Anstieg auf die Anordnung von Präsident Donald Trump für seine zweite Amtszeit zurückzuführen sei, eine „kontinuierliche Überprüfung“ der mehr als 55 Millionen ausländischen Staatsangehörigen mit gültigen US-Visa durchzuführen.

Im Rahmen des verschärften Programms überprüfen Konsular- und Sicherheitsbehörden die Strafregister, Reiseverläufe und – besonders umstritten – die öffentlichen Aktivitäten in sozialen Medien der Visainhaber. Bereits fast 8.000 Studentenvisa wurden annulliert, viele davon im Zusammenhang mit Antikriegsprotesten, die von den Behörden als „Sicherheitsrisiko“ eingestuft wurden. Das Außenministerium betonte, dass die Widerrufe automatisch erfolgen, sobald mögliche Ausschlussgründe festgestellt werden. Bürgerrechtsorganisationen warnen jedoch, dass das Verfahren kaum Transparenz bietet und keine effektiven Rechtsmittel zulässt.

Außenministerium hebt seit Januar 85.000 US-Visa im Rahmen umfassender Sicherheitsmaßnahmen auf


Die Visastornierungen haben unmittelbare Auswirkungen auf die Mobilität: Nach dem Widerruf wird das Visum elektronisch in den Datenbanken des Customs and Border Protection (CBP) sowie im von Fluggesellschaften genutzten Carrier-Lookup-System als ungültig markiert. Ausländische Arbeitnehmer, die sich derzeit in den USA aufhalten, könnten bei Auslandsreisen oder nach einer Überziehung ihres Aufenthalts gezwungen sein, kurzfristig das Land zu verlassen oder mit Abschiebungsverfahren konfrontiert werden. Universitäten haben bereits Notfallberatungen für internationale Studierende gestartet, deren Aufenthaltsstatus plötzlich unsicher ist, und multinationale Unternehmen berichten von hektischen Überprüfungen, ob wichtige Mitarbeiter während der Feiertage reisen können.

Unternehmen sollten die Reisepläne aller ausländischen Mitarbeiter – insbesondere Inhaber von F-1-, J-1-, H-1B- oder B-1/B-2-Visa – überprüfen und sie anweisen, vor Abreise den Status ihres Visums im Consular Electronic Application Center (CEAC) des Außenministeriums zu prüfen. Arbeitgeber könnten zudem erwägen, die Flexibilität für Remote-Arbeit zu erhöhen oder Notfallpläne für Positionen zu entwickeln, die auf häufige grenzüberschreitende Reisen angewiesen sind, bis sich die Widerrufstrends im Jahr 2026 klären.
Quelle: The Economic Times

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