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Streik der Finnair-Piloten: 300 Flüge gestrichen, 33.000 Reisende betroffen

Dez. 12, 2025
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Streik der Finnair-Piloten: 300 Flüge gestrichen, 33.000 Reisende betroffen
Finnair bestätigte über Nacht die Stornierung von rund 300 Flügen am 9. und 13. Dezember, nachdem die Verhandlungen mit der finnischen Pilotenvereinigung (SLL) gescheitert sind. Der Streik – terminiert mitten in der geschäftigen Weihnachtsreisezeit in Finnland – betrifft schätzungsweise 33.000 Passagiere und erfolgt nur wenige Wochen, nachdem die Fluggesellschaft ihre Gewinnprognose für 2025 aufgrund gestiegener Treibstoffkosten und EU-Vorgaben für nachhaltige Flugkraftstoffe nach unten korrigiert hatte.

Die Auswirkungen sind sofort spürbar. Alle Langstreckenflüge ab Helsinki Vantaa an den beiden Streiktagen fallen aus, was Unternehmen zwingt, ihre Mitarbeiter über Stockholm, Kopenhagen oder Frankfurt umzubuchen. Kurzstreckenflüge der Nordic Regional Airlines (Norra), die unter Finnair-Flagge operiert, finden planmäßig statt, jedoch wird es am Flughafen HEL wegen minimaler Personalbesetzung bei Bodenabfertigung und Check-in zu Engpässen kommen. Finnair gibt an, 90 % der betroffenen Passagiere bereits umgebucht zu haben; Reisebüros raten den übrigen Reisenden, ihre Umbuchungen online selbst vorzunehmen, um Wartezeiten von über zwei Stunden in den Callcentern zu vermeiden.

Streik der Finnair-Piloten: 300 Flüge gestrichen, 33.000 Reisende betroffen


Der Streit dreht sich um die Bezahlung und Dienstzeitregelungen der Cockpit-Crews. Die SLL kritisiert, dass die geplanten Schichtänderungen die Ruhezeiten gefährden würden, während die Geschäftsführung betont, dass Produktivitätssteigerungen notwendig seien, um einen 250-Millionen-Euro-Flottenerneuerungsplan zu finanzieren. Das finnische Arbeitsrecht erlaubt politische Sympathiestreiks mit einer Frist von fünf Tagen, was das Risiko erhöht, dass auch die Gewerkschaften des Bodenpersonals im Dezember in den Ausstand treten könnten, falls die Verhandlungen stocken.

Über Finnlands Grenzen hinaus werden auch die Allianzpartner Japan Airlines und American Airlines betroffen sein, da bei Ausfall des operativen Carriers auch Codeshare-Sitze gestrichen werden. Arbeitgeber mit anstehenden Terminen für Aufenthaltsgenehmigungen sollten beachten, dass das finnische Einwanderungsamt Streik-bedingte Abwesenheiten derzeit nicht als höhere Gewalt anerkennt; verpasste biometrische Termine könnten daher die Genehmigungsverfahren bis in den Januar verzögern.

Die von einem Mediator geleiteten Gespräche werden am 14. Dezember fortgesetzt. Sollte es erneut zu keiner Einigung kommen, droht die Pilotenvereinigung mit rollierenden 48-Stunden-Streiks, die bis ins neue Jahr andauern könnten. Globale Mobilitätsteams sollten daher Notfallrouten über Ostseefähren oder kombinierte Bahn-/Flugverbindungen über Stockholm aktivieren und die Verkehrsmeldungen von Finnair täglich im Blick behalten.
Quelle: AK&M Newswire

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