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Reform des Arbeitsuchenden-Services im Parlament verabschiedet: Neue Regeln für ausländische Fachkräfte ab 1. Januar 2026

Dez. 19, 2025
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Reform des Arbeitsuchenden-Services im Parlament verabschiedet: Neue Regeln für ausländische Fachkräfte ab 1. Januar 2026
Spät am 17. Dezember 2025 hat das finnische Eduskunta dem TYKE-Reformgesetz endgültig zugestimmt – einer umfassenden Neugestaltung der Arbeitsvermittlung, die ab dem 1. Januar 2026 schrittweise eingeführt wird. Obwohl das Gesetz alle Arbeitssuchenden betrifft, gibt es mehrere Regelungen, die speziell neu zugewanderte Migranten und Inhaber von Aufenthaltserlaubnissen, die in Finnland arbeiten, betreffen.

Wesentliche Änderungen sind: (1) Verlängerung der Frist für das verpflichtende Erstgespräch von fünf auf zehn Arbeitstage, um Neuankömmlingen mehr Zeit zur Dokumentensammlung zu geben; (2) Ersetzung der festen monatlichen Meldetermine durch bedarfsorientierte „Beschäftigungsgespräche“, die laut Behörden Bürokratie abbauen, aber auch strengere Sanktionen bei Nicht-Einhaltung ermöglichen; und (3) die Verpflichtung für Teilzeitbeschäftigte – darunter viele internationale Studierende und mitziehende Ehepartner – geeignete Vollzeitstellen anzunehmen, andernfalls drohen Leistungskürzungen.

Reform des Arbeitsuchenden-Services im Parlament verabschiedet: Neue Regeln für ausländische Fachkräfte ab 1. Januar 2026


Die Reform verlagert zudem das Dienstleistungsmodell von den staatlichen TE-Büros auf 45 kommunale Arbeitsvermittlungsgebiete. Ausländische Arbeitnehmer, die den Wohnort wechseln, müssen sich daher umgehend neu anmelden, um Leistungslücken zu vermeiden. Personalabteilungen multinationaler Unternehmen bereiten Informationspakete vor, um Entsandte über die neuen Pflichten aufzuklären, insbesondere hinsichtlich der Annahme von Stellen außerhalb ihres unmittelbaren Fachgebiets.

Kritiker aus den Gewerkschaften befürchten, dass das verschärfte Sanktionsregime – sieben Tage Leistungsausfall bei Erstverstoß, sechs Wochen Arbeitsverpflichtung bei Wiederholung – Migranten, die mit finnischen Verwaltungsprozessen wenig vertraut sind, unverhältnismäßig hart treffen könnte. Als Reaktion plant das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit den Einsatz mehrsprachiger „digitaler Coaches“ auf der Job Market Finland-Plattform.

Für Global-Mobility-Manager ist die Botschaft klar: Die Einhaltung der Arbeitssuchpflichten wird künftig ein zentraler Bestandteil der Unterstützung bei Entsendungen sein, insbesondere für mitziehende Ehepartner und Absolventen mit Arbeitssuchenden-Status.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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