Finnland stellt auf vollständig digitale Staatsbürgerschaftsanträge um und verschärft die Zulassungsvoraussetzungen
Biometrische Engpässe: EU-Ein- und Ausreisesystem sorgt für Warteschlangen am Flughafen Helsinki
Daueraufenthalt in Finnland jetzt mit sechs Jahren und A2-Sprachniveau erforderlich
Neueste Nachrichten
Regierung plant stärkeren Schutz vor Lebenshaltungskostensteigerungen und Sprachtest für Nicht-EU-Studierende
Ein Gesetzentwurf sieht vor, die monatliche Lebenshaltungskostenanforderung für Nicht-EU-Studierende auf 850 € anzuheben, die Familienzusammenführung zu verzögern und einen verpflichtenden Sprachtest auf A1-Niveau einzuführen. Unternehmen, die auf Hochschulabsolventen angewiesen sind, müssen möglicherweise ihre Finanzierungsmodelle und Einarbeitungspläne vor dem geplanten Starttermin am 1. August 2026 anpassen.
Reform des Arbeitsuchenden-Service verlagert Last auf Kommunen und verschärft Regeln für ausländische Fachkräfte
Ab dem 1. Januar 2026 tritt eine Gesetzesänderung in Kraft, die die Arbeitsvermittlung in Finnland dezentralisiert, schnellere Leistungskürzungen bei versäumten Terminen vorsieht und Teilzeit-Migrant*innen zwingt, Vollzeitstellen anzunehmen. Mobilitätsmanager müssen künftig mit mehreren Gemeinden zusammenarbeiten und ausländische Beschäftigte über die strengeren Fristen zur Einhaltung der Vorschriften informieren.
Finnlands neues Staatsbürgerschaftsgesetz tritt in Kraft: Vollständig digitaler Ablauf und strengere Anforderungen
Ab dem 17. Dezember 2025 müssen Anträge auf die finnische Staatsbürgerschaft vollständig online eingereicht werden. Antragsteller benötigen künftig sechs Jahre rechtmäßigen Aufenthalt sowie einen Nachweis über nachhaltiges Einkommen aus Erwerbstätigkeit. Die Reform verspricht schnellere Bearbeitungszeiten, setzt jedoch höhere Anforderungen, was Arbeitgeber dazu zwingt, ihre Bindungsstrategien zu überdenken, und von den Antragstellern verlangt, den komplett digitalen Ablauf zu beherrschen.
Daueraufenthalt in Finnland jetzt mit sechs Jahren Aufenthalt und Sprachtest verbunden
Finnland verschärft die Voraussetzungen für eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung: Künftig sind sechs aufeinanderfolgende Jahre legalen Aufenthalts sowie eine Sprachprüfung auf A2-Niveau erforderlich. Die Änderung bringt den Integrationszeitraum in Einklang mit den neuen Einbürgerungsregeln, zwingt jedoch Unternehmen und Entsandte dazu, Aufenthaltspläne zu verlängern und in Sprachkurse zu investieren.
Regierung schlägt strengere finanzielle Nachweise und Sprachtests für Nicht-EU-Studierende vor
Ein Gesetzentwurf sieht vor, den Nachweis des Mindesteinkommens für Nicht-EU-Studierende auf 850 € pro Monat anzuheben, die Familienzusammenführung zu verzögern und eine Sprachprüfung im ersten Studienjahr einzuführen. Universitäten befürchten dadurch sinkende Einschreibzahlen, während Arbeitgeber von geförderten Studierenden ihre Umzugskosten neu kalkulieren müssen.
Reform des Arbeitsuchenden-Services: Verpflichtungen für ausländische Fachkräfte ab Januar 2026 neu geregelt
Die öffentlichen Arbeitsvermittlungsdienste werden ab dem 1. Januar 2026 auf die Kommunen dezentralisiert, mit strengeren Auflagen für ausländische Arbeitssuchende und schnelleren Leistungskürzungen bei Verstößen. Unternehmen müssen sich auf unterschiedliche lokale Verfahren einstellen und Entsandte über verschärfte Teilzeitarbeitsregelungen informieren.
Finnland schließt Schlupfloch bei „zweiten“ vorübergehenden Schutzgenehmigungen
Finnland akzeptiert keine Anträge auf vorübergehenden Schutz mehr von Personen, die bereits in einem anderen EU-Land geschützt sind. Arbeitgeber müssen Bewerber auf einen bestehenden Schutzstatus überprüfen und stattdessen auf Arbeitserlaubnisse setzen, während NGOs vor Hindernissen bei der Familienzusammenführung warnen.
EU-Ein- und Ausreisesystem sorgt für lange Warteschlangen – Flughafen Helsinki warnt vor Verzögerungen in der Ferienzeit
Das neue biometrische Ein- und Ausreisesystem der EU sorgt bereits für Wartezeiten von bis zu einer Stunde am Flughafen Helsinki. Ab dem 9. Januar 2026, wenn die Registrierungsquoten steigen, wird sich die Abfertigung weiter verlangsamen. Reiseleiter sollten längere Zwischenstopps einplanen und Mitarbeiter aus Großbritannien und den USA auf die Anmeldung an den Terminals vorbereiten.
Strengere Sozialhilferegeln könnten ab Februar 2026 Migrantenhaushalte treffen
Ab dem 1. Februar 2026 müssen Sozialhilfeantragsteller zunächst andere Leistungen beantragen und sich als Arbeitssuchende registrieren; bei Nichtbeachtung werden die Zahlungen gekürzt und Einkommensabzüge gestrichen. Migrantenhaushalte mit knappem Budget sowie Arbeitgeber, die lokale Verträge anbieten, müssen ihre finanzielle Unterstützung neu bewerten.