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Bern setzt 300 zusätzliche Beamte ein, während der Bundesrat die Südgrenze verstärkt

Dez. 21, 2025
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Bern setzt 300 zusätzliche Beamte ein, während der Bundesrat die Südgrenze verstärkt
Als Reaktion auf den parlamentarischen Druck zur Eindämmung der irregulären Migration hat der Schweizer Bundesrat am 20. Dezember dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) die Verlegung von rund 300 Zollfachkräften an die italienische Grenze genehmigt. Dieser Schritt, der nach einer ausserordentlichen Sitzung des Bundesrats bekannt gegeben wurde, soll sicherstellen, dass Migranten, die ohne Papiere einreisen und keinen Asylantrag stellen, gemäß den Schengen-Regeln «systematisch zurückgewiesen» werden.

Der temporäre Personaleinsatz stützt sich auf Mitarbeitende mit bestehenden Sicherheitsfreigaben, was eine Umsetzung innerhalb weniger Tage und ohne zusätzliches Budget ermöglicht. Mittelfristig prüft die Regierung eine technologische Aufrüstung, die Drohnen, Kennzeichenerkennung und zusätzliche Überwachungskameras umfassen könnte, um während der Wintersaison 2025/26, wenn die Grenzübertritte traditionell ansteigen, ein höheres operatives Tempo aufrechtzuerhalten.

Bern setzt 300 zusätzliche Beamte ein, während der Bundesrat die Südgrenze verstärkt


Operativ konzentrieren sich gemischte Patrouillen auf Autobahnen und Bahnstrecken in Tessin und den oberen Bündner Tälern, den Brennpunkten für illegale Einreisen, die von Schleusern aus Norditalien organisiert werden. Bern betonte, dass legitime Pendlerströme – essenziell für Branchen von der Bankenwelt bis zur Präzisionsfertigung – weiterhin reibungslos funktionieren müssen. Unternehmen, die italienische Grenzgänger beschäftigen, werden daher angehalten, ihre Mitarbeitenden daran zu erinnern, stets Aufenthaltsbewilligungen und Arbeitsverträge mitzuführen, um bei Kontrollen gewappnet zu sein.

Fachleute für globale Mobilität begrüßten die Klarheit, warnten jedoch, dass verschärfte Kontrollen die Reisezeiten für Führungskräfte, die von Mailand zu Schweizer Hauptsitzen pendeln, verlängern könnten. Einige Firmen positionieren vorsorglich Mietwagen in Lugano, damit Reisende bei Verzögerungen an der Kontrollstelle Chiasso/Brogeda schnell das Fahrzeug wechseln können.

Politisch signalisiert die Entscheidung den Willen der Schweiz, den innenpolitischen Forderungen nach einer strengeren Migrationspolitik gerecht zu werden und gleichzeitig ein verlässlicher Schengen-Partner zu bleiben. Der Bundesrat deutete an, dass weitere Massnahmen folgen könnten, falls Nachbarländer die sekundären Migrationsbewegungen über die Alpenroute nicht eindämmen.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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