
Der Flughafen Genf Cointrin erlebte am 19. Dezember, zu Beginn der Skisaison, die schlimmste Überlastung seit langem, als das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) der Europäischen Union die Wartezeiten bei der Passkontrolle zeitweise auf über vier Stunden ansteigen ließ.
Das im Oktober 2025 im Schengen-Raum eingeführte EES ersetzt die manuelle Passstempelung für Drittstaatsangehörige durch eine biometrische Registrierung (Fingerabdrücke und Gesichtserkennung) sowie eine automatisierte Berechnung der erlaubten Aufenthaltsdauer. Die Schweiz – obwohl kein EU-Mitglied – ist aufgrund des Schengen-Assoziierungsabkommens verpflichtet, das System anzuwenden. Die schrittweise Einführung begann am 12. Oktober an den Flughäfen Basel und Genf und wurde Mitte November auf Zürich ausgeweitet.
Am Freitag wurden nur etwa 10 % der ankommenden Nicht-EU-Reisenden zu den neuen Terminals gerufen, doch Personalmangel und Startschwierigkeiten mit den Fingerabdruckscannern führten zu Engpässen, die sich schnell in der gesamten Ankunftshalle ausbreiteten. Die Flughafenleitung schaltete die Geräte während des Nachmittags-Hochbetriebs zweimal vorübergehend ab, um den Rückstau abzubauen. Dennoch starteten mehrere Ski-Charterflüge mit Gepäck, aber ohne Passagiere, was zu Umleitungen und Übernachtungskosten für die Reiseveranstalter führte.
Der Airports Council International Europe warnte, dass die Abfertigungszeiten an den äußeren Schengen-Grenzen im Durchschnitt 70 % länger dauern als vor einem Jahr und sich verschlechtern könnten, wenn die Pflicht am 9. Januar auf 35 % der Passagiere ausgeweitet und bis April 2026 auf 100 % erhöht wird. Branchenverbände fordern die Europäische Kommission auf, die Einführung zu verlangsamen, bis die Software stabil läuft und das Personal aufgestockt ist, aus Sorge um den Ruf der Alpen-Drehkreuze, die auf enge Wochenend-Umsteigezeiten angewiesen sind.
Für Manager der Unternehmensmobilität ist der Vorfall ein Weckruf: Geschäftsreisende, die auf schnelle Tagestrips nach Genf für die Rohstoff-, Pharma- oder Uhrenbranche angewiesen sind, sollten künftig mindestens eine Stunde mehr für die Einreiseformalitäten einplanen. Unternehmen sollten zudem Vielfliegende über die Nutzung der „Fast-Track“-E-Gates informieren, die für biometrische Passinhaber reserviert sind, die ihre Erstregistrierung im EES bereits abgeschlossen haben, und die Vertragsklauseln mit Fluggesellschaften und Hotels für verspätete Ankünfte überprüfen.
Das im Oktober 2025 im Schengen-Raum eingeführte EES ersetzt die manuelle Passstempelung für Drittstaatsangehörige durch eine biometrische Registrierung (Fingerabdrücke und Gesichtserkennung) sowie eine automatisierte Berechnung der erlaubten Aufenthaltsdauer. Die Schweiz – obwohl kein EU-Mitglied – ist aufgrund des Schengen-Assoziierungsabkommens verpflichtet, das System anzuwenden. Die schrittweise Einführung begann am 12. Oktober an den Flughäfen Basel und Genf und wurde Mitte November auf Zürich ausgeweitet.
Am Freitag wurden nur etwa 10 % der ankommenden Nicht-EU-Reisenden zu den neuen Terminals gerufen, doch Personalmangel und Startschwierigkeiten mit den Fingerabdruckscannern führten zu Engpässen, die sich schnell in der gesamten Ankunftshalle ausbreiteten. Die Flughafenleitung schaltete die Geräte während des Nachmittags-Hochbetriebs zweimal vorübergehend ab, um den Rückstau abzubauen. Dennoch starteten mehrere Ski-Charterflüge mit Gepäck, aber ohne Passagiere, was zu Umleitungen und Übernachtungskosten für die Reiseveranstalter führte.
Der Airports Council International Europe warnte, dass die Abfertigungszeiten an den äußeren Schengen-Grenzen im Durchschnitt 70 % länger dauern als vor einem Jahr und sich verschlechtern könnten, wenn die Pflicht am 9. Januar auf 35 % der Passagiere ausgeweitet und bis April 2026 auf 100 % erhöht wird. Branchenverbände fordern die Europäische Kommission auf, die Einführung zu verlangsamen, bis die Software stabil läuft und das Personal aufgestockt ist, aus Sorge um den Ruf der Alpen-Drehkreuze, die auf enge Wochenend-Umsteigezeiten angewiesen sind.
Für Manager der Unternehmensmobilität ist der Vorfall ein Weckruf: Geschäftsreisende, die auf schnelle Tagestrips nach Genf für die Rohstoff-, Pharma- oder Uhrenbranche angewiesen sind, sollten künftig mindestens eine Stunde mehr für die Einreiseformalitäten einplanen. Unternehmen sollten zudem Vielfliegende über die Nutzung der „Fast-Track“-E-Gates informieren, die für biometrische Passinhaber reserviert sind, die ihre Erstregistrierung im EES bereits abgeschlossen haben, und die Vertragsklauseln mit Fluggesellschaften und Hotels für verspätete Ankünfte überprüfen.
Quelle: The Times
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