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Brasilianische Piloten und Kabinenpersonal drohen mit Streik zum Jahreswechsel und gefährden landesweiten Flugverkehr

Dez. 27, 2025
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Brasilianische Piloten und Kabinenpersonal drohen mit Streik zum Jahreswechsel und gefährden landesweiten Flugverkehr
Während sich die Flughäfen auf den Ansturm nach Weihnachten vorbereiten, hat die Nationale Flugpersonalgewerkschaft (SNA) am 26. Dezember 2025 den Streik ausgerufen. Die Gewerkschaft, die Piloten, Co-Piloten und Flugbegleiter vertritt, wird zwischen dem 26. und 28. Dezember Online-Versammlungen abhalten, um über ein von den Fluggesellschaften vorgelegtes Lohnangebot am Obersten Arbeitsgericht abzustimmen. Lehnen die Mitglieder den Vorschlag ab, könnte bei einem Präsenztreffen in São Paulo am 29. Dezember ein Streikbeginn für den 1. Januar 2026 offiziell beschlossen werden.

Die SNA fordert inflationsbedingte Lohnerhöhungen und verbesserte Dienstpläne, da sie argumentiert, dass Rekordzahlen bei den Passagieren und höhere Ticketpreise nicht zu besseren Arbeitsbedingungen geführt hätten. Die Fluggesellschaften, vertreten durch den Nationalen Luftfahrtverband (Snea), betonen hingegen, dass die Gewinnmargen nach den Kraftstoffpreisspitzen zu Jahresbeginn weiterhin knapp seien und warnen, dass zu hohe Personalkosten die Flottenerweiterungspläne für 2026 gefährden würden.

Brasilianische Piloten und Kabinenpersonal drohen mit Streik zum Jahreswechsel und gefährden landesweiten Flugverkehr


Ein Streik mitten in der brasilianischen Sommerferienzeit würde sowohl den Inlands- als auch den internationalen Flugverkehr lahmlegen und sowohl Freizeit- als auch Geschäftsreisende treffen. Allein São Paulo/Guarulhos erwartet zwischen Weihnachten und Neujahr fast zwei Millionen Passagiere; Reiseveranstalter schätzen, dass schon ein 24-stündiger Ausfall 300.000 Reisende strandet und zu einem Rückstau führt, der bis weit in die erste Januar-Arbeitswoche andauern könnte.

Multinationale Unternehmen mit zeitkritischen Projekten oder Mitarbeiterwechseln Anfang Januar sollten jetzt Notfallpläne aktivieren. Optionen sind etwa Umbuchungen auf ausländische Fluggesellschaften mit nicht-brasilianischem Personal, Umleitungen über Nachbarländer oder Verschiebungen der Reisen auf einen Zeitpunkt nach dem 4. Januar, wenn die Streikgefahr voraussichtlich sinkt. Arbeitgeber müssen zudem darauf vorbereitet sein, zusätzliche Unterkunfts- und Verpflegungskosten zu übernehmen, falls Mitarbeiter unterwegs feststecken.

Das Arbeitsministerium vermittelt zwar, hat aber bisher auf die Verhängung von Mindestdienstleistungen verzichtet. Beobachter weisen darauf hin, dass frühere Streiks im Luftfahrtbereich oft in letzter Minute abgewendet wurden, doch der zunehmend harte Ton der Gewerkschaft deutet darauf hin, dass Zugeständnisse nötig sein werden, um den Flugbetrieb auch 2026 aufrechtzuerhalten.
Quelle: ABCmais

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